10 Buchhaltung-Basics, die Du kennen musst

Buchhaltung = rotes Tuch für Gründer und Unternehmen

Buchhaltung? Geht es Euch auch so, dass der Begriff Buchhaltung einen Schauer auf dem Rücken auslöst?

Millionen Unternehmensinhaber von klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) und Existenzgründer sind Meister im entwickeln von großartigen Produkten und Dienstleistungen. Sie bauen tolle Unternehmen auf, gewinnen motivierte Mitarbeiter und bestehen im täglichen Konkurrenzkampf um das Wohl des Kunden. Aber viele von ihnen, haben kein Grundwissen in Buchhaltung.

Warum Buchhaltung wichtig ist!

Wenn Du, der Gründer oder Inhaber eines Unternehmens die unterschiedlichen Arten von „Konten“ (Kontenarten oder Kontenklassen) nicht verstehst, die der Buchhalter / Steuerberater nutzt, um Deine Finanzen zu organisieren, Deinen Erfolg oder Misserfolg zu messen, dann werden Deine Anstrengungen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, erfolglos sein. Es reicht zum Beispiel nicht aus, in Marketing oder Vertrieb geschickt zu sein, aber durch die Buchhaltung keinen klaren finanziellen Überblick über das Unternehmen zu haben und dauernd mit Cash flow – Problemen im Dispo zu hängen.

Wie sehen in der Buchhaltung Deine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus? Zahlst Du Deine eigenen Lieferantenrechnungen permanent zu spät? Du musst nicht ins schwitzen kommen, denn die Buchhaltung zu verstehen ist um Einiges leichter, als die Buchhaltung zu erstellen.

Die 10 gebräuchlichsten Kontenarten in der Buchhaltung von kleinen und mittleren Unternehmen

Hier sind die grundlegenden Informationen für die Buchhaltung, die Du kennen solltest:

  • Cash / Liquidität: Es gibt nichts grundlegenderes als das. Alle Deine unternehmerischen Transaktionen gehen über Deine Bank- und Kassenkonten. Hier überwachst Du oder Dein Buchhalter / Steuerberater die Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge.
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Wenn Dein Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen verkauft und die Kunden nicht sofort bezahlen, hast Du gegen diese Kunden in Deiner Buchhaltung Forderungen und Du musst den Forderungsbestand überwachen. Deine Kunden schulden Dir also ab dem Zeitpunkt der Leistungserbringung Geld und Du bekommst es nur rechtzeitig, wenn Du zeitnah und sachlich richtige Rechnungen an den Kunden schickst und Du ggf. bei Ablauf der Zahlungsfrist zeitnah erinnerst oder sogar die Zahlung anmahnst.
  • Lagerbestand: Produkte die Du schon produziert, aber noch nicht verkauft hast, binden Dein Kapital und müssen sorgfältig kontiert und überwacht werden. Der Wert des Lagerbestandes in der Lagerbuchhaltung muss periodisch überprüft werden und bei „Ladenhütern“ muss ggf. der Wert nach unten korrigiert werden, d.h. man kann auch mit Lagerbeständen Verluste machen.
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen: Niemand zahlt gern Rechnungen. Aber es ist nicht mehr ganz so schlimm, wenn man einen klaren Überblick in seiner Buchhaltung hat, wie viele Lieferantenrechnungen insgesamt noch offen sind und wann diese gezahlt werden müssen, um Skonto und Bonus nutzen zu können. Die Buchhaltung der Lieferantenrechnungen hilft auch, Doppelzahlungen zu vermeiden.
  • Verbindlichkeiten aus Krediten / Fremdkapital: Wenn Du ein Bankdarlehen aufgenommen hast, um Werkzeug, Autos, Möbel oder andere Dinge für Dein Geschäft zu kaufen. Auf diesem Konto Deiner Buchhaltung steht, was Du der Bank schuldest und was davon monatlich tilgen musst.
  • Umsätze: Das Umsatzkonto Deiner Buchhaltung überwacht alle in Rechnung gestellten Verkäufe. Die zeitnahe und richtige Erfassung Deiner Umsätze ist ein wichtiger Indikator, wie es um Dein Geschäft steht. Zurückgehende Umsätze ist ein Alarmsignal um auch entsprechend die Kosten anzupassen, um hohe Verluste zu vermeiden. Die gebuchten Umsätze sind auch wichtig für Deine Umsatzsteuervoranmeldung.
  • Materialkosten / Fremdleistungen / Handelswaren: Die Einkaufskonten Deiner Buchhaltung erfassen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe oder Handelswaren, die Du für Dein Geschäft einkaufst. Es sind somit Konten Deiner Buchhaltung, die wesentlich für die Kostenkalkulation Deiner Produkte (oder Dienstleistungen) sind. Die Differenz aus Umsatz minus dieser Kosten ergibt den Rohertrag, auch Rohmarge genannt.
  • Personalkosten: In vielen Unternehmen sind die Personalkosten der größte Kostenblock. Egal wie toll Dein Geschäftsmodell ist oder wie sehr Du qualifizierte Leute anfehst, niemand wird kostenfrei für Dich arbeiten. Die korrekte Führung der Buchhaltung in Personalangelegenheiten ist extrem wichtig für die Abführung der Lohnsteuer und anderer Sozialabgaben. Da Ihr die hälftige Lohnsteuer auch für Eure Mitarbeiter abführt, ist die Nichtzahlung schnell ein Straftatbestand. Es kann hier also bei Schlamperei schnell ungemütlich werden.
  • Eigenkapital: Das Bilanzkonto Eigenkapital sagt aus, wer wieviel Geld aus seinem eigenen Portemonnaie in das Unternehmen investiert hat, um es zum laufen zu bringen, oder am laufen zu halten. Es kann einen Eigenkapitalgeber / Gesellschafter geben oder Mehrere. Die Buchhaltung hält fest, wie sich die Anteile am Unternehmen auf die Eigentümer verteilen. Wenn es sich um eine Kapitalgesellschaft handelt, kann man die Anteile auch bewerten und zusätzliche Anteile kaufen oder verkaufen. Nach den Anteilen der Eigentümer werden auch Gewinne ausgeschüttet oder muss ggf. für Verluste gebürgt werden.
  • Gewinnrücklage: Das Konto der Buchhaltung berücksichtigt die Unternehmensgewinne, die nicht an die Eigentümer / Gesellschafter ausgeschüttet wurden, sondern in das Unternehmen reinvestiert wurden. Gewinnrücklagen werden kumulativ über alle Geschäftsjahre fortgeschrieben. Das Konto ist ein wichtiges Signal für Investoren, wie die Firma über die Jahre gewirtschaftet hat.

Viele Unternehmensinhaber sehen Buchhaltung als lästige Pflicht an. Aber wenn man die Grundlagen einmal verstanden hat, kann man die Daten, die der Buchhalter / Steuerberater generiert effektiv nutzen, um sein Unternehmen besser und effektiver zu steuern.

Wenn Ihr in Eurer Buchhaltung des Wald vor lauter Bäumen nicht seht, oder ein einfaches effektives Steuerungssystem für Euer Unternehmen benötigt, dann meldet Euch über das Kontaktformular für ein kostenfreies Erstgespräch bei uns.

Gern könnt Ihr auch Erfahrungen, Meinungen und Kommentare posten.

Euer start!up – Team

KfW-Berater, Unternehmensberatung Mainz, Wiesbaden, Bad Kreuznach und Frankfurt

Unternehmensberatung Bad Kreuznach, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

 

 

 

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.