Anlaufkosten – Was sind Anlaufkosten?

Anlaufkosten

Anlaufkosten – Was sind Anlaufkosten?

Keine Angst, Anlaufkosten haben erst einmal nichts mit dem Laufsport zu tun. Anlaufkosten sind Kosten, die bei der Gründung oder in den ersten Monaten nach der Gründung entstehen. Insofern passt das gewählte Bild zu den Anlaufkosten dann doch, weil man es eben auch als Anstrengung verstehen kann, das Startup in Gang zu bringen.

Es geht also um den Kapitalbedarf, die direkt mit der Gründung oder nach der Gründung entstehen. Die Ausgaben schmälern den Gewinn des ersten Wirtschaftsjahres oder führen sogar zu Verlust im ersten Jahr. Das muss dann entsprechend geplant und finanziert werden.

Was sind typische Anlaufkosten?

Folgende Kosten können als Anlaufkosten gelten:

  • Kosten für Aus- und Weiterbildung, die mit der Existenzgründung in Zusammenhang stehen,
  • Reisekosten zu potentiellen Interessenten, Investoren und Kapitalgebern,
  • Werbekosten (Logo, Geschäftspapiere, Visitenkarten, Website, Flyer, Broschüren etc.)
  • Kosten für Anmeldungen wie Gewerbeanmeldungen, Anmeldungen zu Branchen- und Interessenverbänden,
  • Kosten für Gewerbegenehmigungen, wie in Gastronomie, Hotellerie, Logistik oder im Umgang mit gefährlichen Stoffen,
  • Maklerprovisionen für die Anmietung von Gewerbeflächen oder für den Kauf von Gewerbegrundstücken und/oder Immobilien,
  • Erwerbsnebenkosten, soweit nicht mit der Immobilie oder dem Grundstück aktivierbar,
  • Kosten für Notar und Handelsregisteranmeldung,
  • Beratungskosten für Gründungs- und Steuerberater,
  • etc.

Kosten vor der eigentlichen Gründung

Die Anlaufkosten können gegebenenfalls weit vor dem eigentlichen Zeitpunkt der Gründung liegen. Wie bei unserem Artikel Betriebsausgaben empfohlen, lohnt es sich, bereits Jahre vorher Belege zu sammeln, die mit der später erfolgten Gründung in Zusammenhang stehen.

So kann zum Beispiel ein kostenpflichtig besuchtes Existenzgründungsseminar oder ein Businessplan-Workshop zu sogenannten vorgezogenen Betriebsausgaben führen. Dabei sind auch die Reisekosten zum Seminar als Anlaufkosten zu berücksichtigen. Quittungen und Rechnungen sammeln kann sich also lohnen.

Kosten bis zu den ersten Cash-flows

Als Anlaufkosten sind auch die Kosten der privaten Lebenshaltung (in Form von Unternehmerlohn oder Gehalt) und die betrieblichen Kosten zu berücksichtigen, die benötigt werden, bis die ersten Umsätze getätigt bzw. das Geld auf dem Konto eingegangen ist.

Wenn Sie also eine Existenzgründung planen, die Dienstleistungen zum Inhalt haben, können bis zum ersten Auftrag und daraus resultierenden Umsätzen und Cash-flows Monate vergehen. Diese Zeit und die dann anfallenden Kosten sind als Anlaufkosten zu berücksichtigen.

Kosten mit der Liquiditätsplanung ermitteln

Bei den Anlaufkosten zählt nicht nur der Zeitpunkt der Entstehung, sondern wann sie bezahlt werden müssen. In der Liquiditätsplanung werden die Einnahmen, den Ausgaben gegenübergestellt. Da die Ausgaben in den ersten Monaten oft höher sind, als die Einnahmen, muss dieser Kapitalbedarf finanziert werden. Die Negativsalden der einzelnen Monate werden saldiert und man sieht zum Beispiel im 12 Monatszeitraum, wann der Liquiditätsbedarf am höchsten ist.

Wie können wir helfen?

Wenn Sie wissen möchten, ob Sie Ihre Anlaufkosten richtig ermittelt haben und/oder durch uns überprüfen lassen möchten, dann nehmen Sie Kontakt zu uns auf.

Ihr start!up – Team

Unternehmensberatung

Unternehmensberatung Bad Kreuznach, Wiesbaden, Mainz

 

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.