Bootstrapping – Was ist Bootstrapping?

Bootstrapping - Was ist Bootstrapping?

Bootstrapping - Was ist Bootstrapping?

Bootstrapping – Was ist Bootstrapping?

Bootstrapping? – Keine Angst, unser heutiger Artikel hat erstmal nichts mit Schuhen oder Stiefeln zu tun. Auch wenn der Bootstrap ins Deutsche übersetzt Schnürsenkel oder Stiefelriemen bedeutet.

Die Bedeutung ist aber eher im übertragenen Sinne gemeint. Mit einem Stiefelriemen schafft man es allein, seinen Stiefel an und auszuziehen. Übertragen auf das Startup, braucht es für Gründung und Wachstum keine externe Unterstützung in Form von Kapital, sondern wächst aus sich selbst heraus.

Bootstrapping ist eine Gründungs- und Finanzierungsphilosophie für Startups. Anstatt viel Geld als Anfangsinvestitionen in ein Startup zu stecken, wird mit dem geringstmöglichen Aufwand versucht, erste Umsätze und positive Cash flows mit dem Startup zu erwirtschaften, also ins operative Geschäft zu kommen.

Realisierte Gewinne werden nach dem Bootstrapping-Ansatz wieder in das Unternehmen reinvestiert und daraus das Wachstum, des Startups finanziert.

Woher kommt der Begriff Bootstrapping?

Der Begriff Bootstrap stammt aus den USA und bedeutet übersetzt Schnürsenkel oder Steifelriemen. Der Bootstrap ermöglicht es dem Gründer sein Schuhwerk eigenständig an und auszuziehen und den Schuh passend am Fuß zu tragen. So ähnlich ist das beim Startup auch. Man versucht ohne fremde Hilfe in den „Schuh“ zu kommen und verwendet nur Ressourcen, die man wirklich braucht, also die passende Schuhgröße 😉

Wie funktioniert Bootstrapping?

Bootstrapping ist sehr gut mit dem schon beschriebenen Lean startup-Ansatz vereinbar. Der Gründer versucht mit eigenen Mitteln und Ressourcen schnell mit einem Produkt oder einer Dienstleistung an den Markt zu kommen und damit Umsätze und Gewinne zu erzielen. Die realisierten Gewinne werden nicht entnommen, sondern in das Startup reinvestiert.

Beim Bootstrapping wird stark auf die Nutzung kostenfreier Internet-Tools gesetzt. So gibt es bei vielen nützlichen Komponenten sogenannte Fremium-Modelle oder kostenfreie, begrenzte Nutzungszeiten. Durch deren Einsatz kann schnell der Break-even erreicht und Gewinne realisiert werden.

Bootstrapping bedeutet für den Gründer nach dem Minimalprinzip zu  handeln, dass heißt, mit minimalem Aufwand Ertrag zu erzielen und diesen wieder zu reinvestieren.

Vorteile

Einer der größten Vorteile des Bootstrapping ist sicher die Freiheit von äußeren Zwängen, wie Fremdkapital. Man muss nicht im Hintergrund die Uhr ticken hören, bis die erste Rate für den Kredit fällig wird. Auch gibt es in der Regel keine Verantwortung für Mitarbeiter, nur für sich selbst. Durch die Beschränkung von Zeit, weil man ja noch irgendwo arbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen und Geld, lernt man von vornherein sparsam und effizient zu wirtschaften.

Wächst das Unternehmen, ist man sich dann des Ruhmes gewiss, dass man es bis hierhin ganz allein geschafft hat. Auch wenn später eine Wachstumsfinanzierung möglich und nötig werden sollte, sind Banken und Fördermittelgeber in der Regel beeindruckt, dass man ein funktionierendes Unternehmen mit positiven Cash-flows ohne fremde Hilfe auf die Beine gestellt hat.

Grundsätze

Diese Grundsätze solltest Du beim Bootstrapping beachten:

  • Grundsatz 1: Du solltest so schnell wie möglich mit einem operativen Geschäft beginnen.
  • Grundsatz 2: Du solltest Dich auf einen frühzeitigen Break-even und einen positiven Cashflow fokussieren.
  • Grundsatz 3: Unternehmen mit Bootstrapping-Ansatz sollten höherwertige Produkte oder Dienstleistungen verkaufen, bei denen Du sinnvoll die Vertriebsfunktionen wahrnehmen kannst.
  • Grundsatz 4: Du solltest nicht mit hochbezahlten Mitarbeitern ohne Verständnis für die Gründerkultur des jungen Unternehmens arbeiten.
  • Grundsatz 5: Du musst beim Wachstum des Unternehmens aufgrund der nur begrenzten Ressourcen kontrolliert vorgehen.
  • Grundsatz 6: In der Gründungs- und Frühentwicklungsphase muss der Fokus des Bootstrapping-Unternehmens auf dem Cash-flow liegen.
  • Grundsatz 7: Das Verhältnis zu Banken sollte gepflegt werden, auch wenn sie für Dich in der frühen Entwicklungsphase noch nicht als Kreditgeber in Frage kommen.

Wo kann ich noch mehr erfahren?

Legendär ist die „Bootstrapper Bible“ von Seth Godin. Auch sehr interessant finde ich das kostenfreie E-Book von Thorsten Kucklick auf seinem Blog Autaak „Das 1.000 EUR Startup

Wie können wir helfen?

Wenn Ihr Fragen zum Ansatz habt oder selbst ein Bootstrapping-Unternehmen aufbauen wollt, meldet Euch bei uns.

Euer start!up-Team

Unternehmensberatung

Unternehmensberatung Bad Kreuznach, Wiesbaden, Mainz

 

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.