Die geplante Deutsche Startup-Börse: zwischen „Höchste Priorität“ und „reine Geldverbrennung“ für Existenzgründer

Deutsche Startup-Börse: „Höchste Priorität“ und „reine Geldverbrennung“

Ein lobenswertes Ziel wurde ins Auge gefasst, schnelle Kapitalbeschaffung für Startup´s. Viele Existenzgründer würde es freuen. Doch gelingt dieses Vorhaben, dass anscheinend um jeden Preis von der Deutschen Börse forciert wird? Nicht nur wir sind da ein wenig skeptisch. Damit Sie sich ein genaueres Bild machen können, erstmal die vorhandenen Fakten:

  • Die Deutsche Börse möchte Startups zurück aufs Parkett holen
  • Ein neues Marktsegment nach dem Vorbild der US-Technologie-börse Nasdaq soll geschaffen werden
  • Finden sich „ausreichend“ junge Unternehmen, könnte die Börsentür für viele Startups bereits an Ostern 2014 offen stehen.

Bereits Mitte des Jahres ging der Bund bereits in die Offensive. Wirtschaftsminister Rösler forderte mit Nachdruck eine baldige Wiederbelebung des „Neuen Markts“ – Richtig, einige wenige erinnern sich sicherlich noch an jenes Börsensegment, dass um die Jahrtausendwende Unmengen von Kapital vernichtete und den ein oder anderen Anleger in die Krise stürzte. Folgerichtig wurde dieser Bereich geschlossen und der Name nur noch hinter vorgehaltener Hand erwähnt.

Und nun soll alles besser werden? Das es eine Finanzierungslücke gibt, ist unbestritten. Dennoch dürfen sich die gemachten Fehler der „Dotcom-Blase“ nicht wiederholen.

Krasse Kritik kommt auch aus Gründerkreisen. Der Aufwand wäre viel zu hoch und würde sich nicht rentieren. Zudem seien die meisten Startups auch einfach zu klein für einen Börsengang, von den juristischen und rechtlichen Nebenschauplätzen mal ganz abgesehen.

Die Initiatoren dieser Ideen sehen das anders. Hier wurden bereits einige Startups gesichtet, die mit einem Gang an die Börse liebäugeln.

Sind Sie Existenzgründer? Diskutieren Sie mit. Würden Sie gerne an die Börse gehen um schnell an Kapital zukommen?

Written by Ewald Haaf