Skonto – Was ist Skonto?

skonto

Was versteht man unter Skonto?

Skonto ist ein freiwillig vom Lieferanten eingeräumter Preisnachlass. Der Preisnachlass wird auf der Ausgangsrechnung des Lieferanten angegeben und gilt nur für eine gewissen Zeitraum ab Rechnungsdatum. Der Lieferant will damit eine frühzeitige Zahlung seiner Rechnungen erreichen.

Dafür wird das Zahlungsziel, für das dann der Skonto abgezogen werden kann, auf 10 – 14 Tage herabgesetzt. Zahlt der Kunde in dieser Zeit die Rechnung, kann er vom Nettorechnungsbetrag um den Skontobetrag reduziert werden. Der Skontobetrag ist in der Praxis oft mit 2% vom Rechnungsbetrag angegeben, selten mehr.

Vorteile für den Lieferanten

Der Lieferant hofft mit der zur Verfügungstellung des nachträglich gewährten Preisnachlass auf schnelle Zahlung seiner Rechnungen. Der Preisnachlass wird nur dann gewährt, wenn ein Zahlungsziel von 10-14 Tagen eingehalten wird. Bei der Ausnutzung des regulären Zahlungsziels von z.B. 30 Tagen, darf kein Skonto mehr vom Rechnungsbetrag abgezogen werden.

Damit erreicht der Lieferant, seinen Forderungsbestand niedrig zu halten und sich schnell aus den Zahlungsrückflüssen (Cash flows) seiner Kunden zu refinanzieren.

Vorteile für den Rechnungsempfänger

Der Rechnungsempfänger hat durch die Gewährung des Skonto enorme Vorteile, denn 2% Preisnachlass werden in der Regel für 10 Tage Zahlungziel gewährt.Der „Nachteil“ gegenüber einer späteren, fristgerechten Zahlung macht also nur 20 Tage aus.

Der Vorteil rechnet sich sogar dann, wenn man sich für diese verbleibenden 20 Tage, das Geld selbst leihen muss.

Folgendes Beispiel zeigt anhand eines Rechnungsbetrages von 250 EUR bei 2% Skonto und einem Kreditzinssatz von 7,9% (für 20 Tage beansprucht), dass sich die Beanspruchung von Skonto dennoch rechnet:

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Wer selbst ausrechnen möchte, ob die Nutzung von Skonto bei einer Lieferantenrechnung vorteilhaft für ihn ist, nutzt diesen Skontorechner.

Besonderheiten im Handwerk

Im Handwerk wird Skonto oft nur auf den Materialkostenteil gewährt, nicht auf den Gesamtrechnungsbetrag. Es ist also wichtig, die Rechnung genau zu prüfen, auf welche Rechnungsteile Nachlass gewährt wird, und wo nicht.

Besonderheiten bei Fracht- und Verpackungskosten

Auch Fracht- und/oder Verpackungskosten sind oft vom Preisnachlass ausgenommen. Auch hier gilt genau zu schauen, auf was sich der Nachlass bezieht und nur den Teil zu mindern, der relevant ist.

Selbst Skonto anbieten?

Existenzgründer und KMU-Unternehmen fragen uns oft, ob sie selbst einen solchen Preisnachlass für Ihre Kunden anbieten sollen. Dann untersuchen wir gemeinsam die Kundenstruktur und fertigen eine Forderungsstrukturanalyse an. Dann errechnen wir, welche Vorteile (schnellere Zahlungseingänge mit Preisnachlass) entstehen und was die Einführung des Preisnachlasses kostet. Nach der Analyse sind belastbare Ergebnisse vorhanden und können in die weitere Finanzierungsstrategie einfließen.

Für Fragen und Anmerkungen zum Thema Preisnachlass, nutzen Sie gern unseren Kommentar.

Ihr start!up-Team

Fördermittelberater

Fördermittel-Beratung Bad Kreuznach, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.