55 Geschäftsmodelle

Geschäftsmodelle: 55 innovative Beispiele zum Nachmachen

Du willst dich endlich selbstständig und bist auf der Suche nach einem passenden Geschäftsmodell? Lass uns doch einfach gemeinsam suchen. Sichere dir hierzu ganz einfach eine kostenlose Erstberatung mit einem unserer Profis!

Kostenfreie Erstberatung sichern!

Inhaltsverzeichnis

Geschäftsmodelle – Was sind überhaupt Geschäftsmodelle?

Im Verlauf deiner Existenzgründung begegnet dir früher oder später die Frage nach deinem Geschäftsmodell, manchmal auch Business-Modell oder Business Model. Der ein oder andere mag sich dann vermutlich fragen:“Was ist überhaupt ein Geschäftsmodell?“

Nun, zunächst einmal sei gesagt, dass allen (erfolgreichen) Unternehmen Geschäftsmodelle zugrunde liegen.

Geschäftsmodelle – im Englischen auch als business models bekannt – erklären grob gesagt die Funktionsweise eines Unternehmens. Sie beschreiben sozusagen die Gründe dafür, wie Unternehmen Werte schaffen, liefern und erfassen. Die Unternehmensführung ist hier erst mal zweitrangig. Geschäftsmodelle bestehen aus den folgenden drei Hauptkomponenten:

  • Nutzenversprechen: Welchen Nutzen bietet mein (zukünftiges) Unternehmen den Kunden? Das heißt, welches Problem meiner Kunden löst meine Idee bzw. Geschäftsidee?
  • Wertschöpfung: Wie wird dieser Nutzen gegenüber den Kunden generiert? Welche Produkte oder Dienstleistungen sorgen für den Kundennutzen?
  • Ertragsmodell: Wie werden Umsätze und Gewinne erzielt?

Keine Zeit für den ganzen Artikel?

Jetzt unser E-Book zum Thema Geschäftsmodelle am Ende des Beitrags downloaden!

geschäftsmodelle ebook

Klick mich

Wie entwickle ich mein Geschäftsmodell?

Bevor Du aus Deiner Geschäftsidee direkt einen Businessplan erstellst, solltest Du Dein Geschäftsmodell entwickeln. Geschäftsmodelle kann man auf verschiedene Weisen entwickeln. Es gibt ganz verschiedene Methoden. Die Methode, mit welcher wir immer und gerne arbeiten, ist das sogenannte Business Model Canvas. Diese Kreativmethode entwickelte und veröffentlichte Alexander Osterwalder in seinem Buch „Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer“. Bei dieser Kreativmethode, die übersetzt Geschäftsmodell-Leinwand bedeutet, ist der Name tatsächlich auch Programm. So wie ein Künstler einer zunächst weißen Leinwand nach und nach mit Farbe Leben verleiht, einen Pinselstrich nach dem anderen setzt, so füllen wir die verschiedenen Segmente nach und nach mit unseren Gedanken. Und so lässt sich auf kreative Weise das eigene Geschäftsmodell finden und visualisieren.

Das Business Model Canvas

Zunächst wird das Business Model Canvas in neun Felder unterteilt, die wie folgt benannt werden:

  • Kundensegmente / Customer
  • Werte- und Nutzenversprechen / Value Proposition
  • Kommunikations- und Vertriebskanäle / Channels
  • Kundenbeziehungen / Customer Relationship
  • Einnahmequellen / Revenue Streams
  • Schlüsselaktivitäten / Key Activities
  • Schlüsselressourcen / Key Ressources
  • Schlüsselpartner / Key Partners
  • Kostenstruktur / Costs

Es wird empfohlen, diese Felder nun nach einer bestimmten Reihenfolge zu befüllen. Diese Reihenfolge halten wir selbst auch immer ein, da die Schritte thematisch aufeinander aufbauen.

Und zwar beginnen wir mit dem Teil des Geschäftsmodells, der später auch vom Kunden wahrgenommen wird, der also quasi nach außen gerichtet ist:

  1. Kundensegmente: Wer ist unsere Zielgruppe?
  2. Werte- und Nutzenversprechen: Was bieten wir der Zielgruppe genau an?
  3. Kundenbeziehungen: Welche Art von Ansprache/Beziehung wollen die Kunden?
  4. Kommunikations- und Vertriebskanäle: Über welche Vertriebswege wollen die Kunden erreicht werden?

Danach geht es nun weiter zu den Themen, die die Umsetzung betreffen. Hier beantworten wir nun die folgenden Fragen:

5. Schlüsselaktivitäten: Welche Aktivitäten muss ich planen?

6. Schlüsselressourcen: Welche Ressourcen benötige ich?

7. Schlüsselpartner: Wer kann mir als Partner helfen?

Sind die Felder alle gefüllt und somit alle Fragen beantwortet, geht es nun weiter zum letzten Thema, der Kalkulation:

8. Einnahmequellen: Was sind mögliche Erlösquellen? Wie hoch sind die Erlöse? Was ist meine Preispolitik? Wie zahlen die Kunden?

9. Kostenstruktur: Welche Kosten entstehen mit der Umsetzung meines Business Model? Wie hoch sind die Kosten ungefähr? Wovon sind die Kosten abhängig?

Wenn Du noch mehr Informationen zum Thema Business Model Canvas möchtest, klicke HIER.

Welche Geschäftsmodelle gibt es?

Natürlich gibt es nicht nur ein Geschäftsmodell, das auf alle Unternehmen, alle Geschäftsideen anwendbar ist. Vielmehr gibt es ganz verschieden, unterschiedliche Geschäftsmodelle, genau wie Geschäftsideen. Auch muss ein Business model niemals in Stein gemeißelt sein. Es ist immer ein Prozess, der genau wie unsere Gesellschaft immer in Bewegung ist und sich ständig weiterentwickelt.

Du fragst Dich nun, welches Geschäftsmodell oder welche Geschäftsmodellinnovation sich auf Deine Geschäftsidee anwenden lässt? Oder vielleicht interessierst Du Dich auch einfach nur für die Geschäftsmodelle erfolgreicher Unternehmen?

Kein Problem! Im Folgenden erklären wir Dir 55 innovative Geschäftsmodelle erfolgreicher Unternehmen in alphabetischer Reihenfolge. Vielleicht passt ja eines dieser Geschäftsmodelle zu Dir!

Geschäftsmodell #1: Add-on

Definition: Separate Verrechnung von Extras.

Add-ons kennen wir doch alle z. B. von unserem Browser: Add-ons (deutsch: hinzufügen) sind Erweiterungen, die uns bei der Nutzung eines Browsers ständig begegnen. Mit Hilfe dieser Add-ons lassen sich viele nützliche Funktionen nachrüsten. Mit ein paar simplen Mausklicks lassen sich die Add-ons aktivieren und deaktivieren.

Das Geschäftsmodell Add-on funktioniert folgendermaßen: Das Angebot ist in verschiedene Bausteine zerlegt. Man bietet die Basisleistung vergleichsweise günstig an und bietet dem Kunden die Möglichkeit, diverse Extras hinzuzubuchen. Durch das Zubuchen dieser Zusätze kann der Gesamtumsatz pro Kunde leicht in die Höhe getrieben werden.

Der Vorteil für den Kunden besteht darin, dass er nur für die Extras zahlt, die er sich vorher ausgesucht hat. Das Produkt entspricht am Ende genau seinen Wünschen. Der Nachteil ist allerdings, dass die Kosten letztendlich meist höher sind, als wenn er im Vorfeld direkt ein Gesamtpaket gekauft hätte.

Man kennt diese Geschaeftsmodelle zum Beispiel aus der Automobilindustrie. Es wird geworben mit Slogans wie „Neuwagen ab unter 10.000 EUR“, das ist doch ein unschlagbares Angebot. Nun kann der Kunde nach Herzenslust diverse Extras hinzukonfigurieren, von der Lackfarbe bis hin zu den tollsten Assistenzsystemen – und schon wurde aus dem anfänglichen „Schnäppchen“ ein Luxusgut.

Ausführlichere Details zum Geschäftsmodell Add-on kannst du hier nachlesen.

Geschäftsmodell #2: Affiliation

Affiliation bedeutet auf deutsch Zugehörigkeit, und leitet sich von dem englischen Wort affiliate ab, was übersetzt beifügen oder auch sich zusammenschließen bedeutet.

Der Erfolg des Partners = eigener Erfolg: Das Geschäftsmodell Affiliation kennt man auch als „Affiliate Marketing“. Hier bewerben und vertreiben Unternehmen ihre Produkte über ihre Vertriebspartner, sogenannte Affiliate-Partner. Der Vorteil ist, dass hier durch die erfolgsbasierte Vergütung ein risikoarmes, effizientes Marketing betrieben werden kann und auch Kunden auf das eigene Angebot aufmerksam werden, die sich ursprünglich gar nicht dafür interessiert haben.

Ein Beispiel für diese Geschäftsmodelle ist das Portal booking.com. Hotels vergüten die Betreiber durch eine Provision für jede Buchung über das Portal.

Erfahre hier mehr zum Thema Affiliation.

Geschäftsmodell #3: Aikido

Der ein oder andere verbindet mit dem Wort Aikido womöglich die beliebten Martial-Arts-Filme von Steven Seagal. Und genau darum geht es auch. Aikido ist eine japanische Kampfkunst, bei der betont defensiv vorgegangen wird. Es geht darum, die Kraft eines Angriffs so abzuleiten, dass sie gegen den Angreifer selbst gerichtet wird. Die Stärke des Gegners wird somit in dessen Schwäche umgewandelt. Auf diese Weise wird selbst der stärkste Gegner für unbestimmte Zeit kampfunfähig gemacht.

Im Geschäftsmodell Aikido geht das Unternehmen mit einem Produkt auf den Markt, das es bereits gibt. Allerdings wird hierbei das „Manko“ des Konkurrenten bewusst genutzt, um das eigene Angebot zu bewerben. Mit dem Geschäftsmodell Aikido lassen sich vor allem Kunden anlocken, die mit dem Status Quo nicht zufrieden sind.

Dies lässt sich anhand eines Beispiels besser veranschaulichen. So entstanden die Vergnügungsparks von den Universal Studios in Konkurrenz zu Disneyland. Während Disneyland dafür bekannt war, Familien sanft und freundlich durch eine bunte und verträumte Märchenwelt zu begleiten, konterten die Universal Studios ebenfalls mit Vergnügungsparks. Doch hier stand nun Adrenalin und Action an erster Stelle.

Geschäftsmodell #4: Auktion

Eine Auktion ist eine bestimmte Art, die das Zustandekommen eines Kaufvertrages beschreibt. Die Kaufinteressierten geben über einen vorher definierten Zeitraum ein (verbindliches) Gebot ab, der Höchstbietende erhält den Zuschlag, egal zu welchem Preis.

Bekannt ist dieses Modell auch aus der Justiz. Hier werden Fundsachen und unaufbringbare Sachen sowie bewegliche Güter im Rahmen der Zwangsvollstreckung an registrierte Bieter versteigert. Im Rahmen der ebenfalls bekannten Zoll-Auktion werden von der Bundeszollverwaltung im Internet bewegliche Sachen verwertet.

Wir kennen es doch alle: Drei, zwei, eins, meins! Eine wahre Geschäftsmodellinnovation lieferte die Online-Plattform ebay. Die amerikanische Firma ermöglicht es sowohl Verkäufern als auch Käufern, Produkte online sowohl gegen Höchstgebot als auch zu Festpreisen zu (ver)kaufen.

Du willst selbst auf ebay etwas verkaufen oder kaufen und weißt nicht wie es geht? In diesem Video wird es erklärt.

Geschäftsmodell #5: Barter

Das Geschäftsmodell Barter (auf deutsch: Tausch) ist ein Tauschhandel. Bei diesem Tauschhandel vereinbaren zwei Seiten auf Grundlage eines Vertrages einen Warentausch. Hier wird also nicht mit Geld gezahlt, sondern mit Produkten oder Dienstleistungen. Für den Tauschhandel gelten in Deutschland die gleichen Vorschriften wie für den Kauf.

So zum Beispiel eroberte die PepsiCo, Inc., besser bekannt als Pepsi, die Sowjetunion, indem sie ihre Softdrinks gegen Wodka tauschte.

Geschäftsmodell #6: Cash Machine

Mit Cash Machine (deutsch: Geldmaschine) ist hier nicht der Song des US-amerikanischen Rappers DRAM gemeint, welcher 2016 mit teilweise provokativen Lyrics veröffentlicht wurde. Nein, es handelt sich um ein Geschäftsmodell, bei welchem der Kunde die Produkte kauft, bevor das Unternehmen sie überhaupt selbst besitzt. So wird durch das negative Umlaufvermögen im Unternehmen Liquidität generiert. 

Ein bekanntes Beispiel ist der PC-Hersteller Dell. Der Kunde kauft sich keinen fertigen Computer, sondern stellt ihn sich nach einem Baukastenprinzip zusammen. Erst nach dieser Konfiguration wird der Computer dann entsprechend der gewünschten Hardware und Software angefertigt und versandt.

Geschäftsmodell #7: Cross Selling

Cross Selling, auch oftmals Cross-Selling geschrieben, bedeutet übersetzt Querverkauf. Als Definition von Cross Selling könnte man auch folgendes bekanntes Sprichwort verwenden: „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“. Aber was bedeutet das nun konkret?

Hierbei handelt es sich um eine Verkaufsstrategie, bei der man darauf abzielt, dem Kunden während seines Kauf-Vorgangs Produkte zu verkaufen, die mit dem ursprünglichen Produkt zunächst nicht in Verbindung gebracht werden. So verkaufen Banken zum Beispiel während einer Konto-Eröffnung auch gerne mal Versicherungen. Aber auch aus dem Einzelhandel gibt es Beispiele, die uns allen bekannt sein dürften. Wenn wir in einen Discounter wie beispielsweise Aldi gehen, um uns mit Lebensmitteln einzudecken, begegnen uns regelmäßig wechselnde Aktionswaren. Diese decken die verschiedensten Bereiche ab: Bekleidung, Technik, Spielzeug, Möbel, Textilien etc.

Aber aufgepasst: Oft wird Cross Selling auch mit Upselling (alternativ: Up-Selling) verwechselt. Hierbei geht es aber nicht darum, den Kunden zum Kauf anderer gattungsfremder Produkte zu motivieren, sondern vielmehr darum, ein teureres, besser ausgestattetes Produkt zu verkaufen. So erhält man beim Onlinekauf einer Handzahnbürste beispielsweise direkt weitere Empfehlungen von elektrischen Zahnbürsten.

Wie Cross-Selling im Onlinehandel funktioniert, erklärt das folgende Video mit dem Titel „Emotionales Verkaufen: Cross Selling“.

Geschäftsmodell #8: Crowdfunding

Die deutsche Übersetzung und zugleich auch fast schon Definition dieses Geschäftsmodells ist Schwarmfinanzierung. Hierbei handelt es sich, wie der Name bereits sagt, um eine Art der Finanzierung. Viele einzelne Investoren (= Schwarm) finanzieren ein Produkt oder eine Dienstleistung. Dies tun sie jedoch nicht für Anteile oder Geld, sondern weil sie sich für das Produkt interessieren und es selbst auch nutzen möchten.

Bildliche Darstellung der Finanzierungsart Crowdfunding (Schwarmfinanzierung).

In Deutschland bekannte Plattformen für Crowdfunding-Kampagnen sind unter anderem:

Über diese Plattformen werden Ideen, Startups und Projekte präsentiert und finanziert.

Geschäftsmodell #9: Crowdsourcing

Und hier haben wir ein weiteres Geschäftsmodell, welches sich der Hilfe des Schwarms bedient. Anders als beim Crowdfunding geht es hierbei aber nicht um eine Art der Finanzierung. Beim Crowdsourcing (deutsch: crowd für ‚(Menschen-)Menge‘, und sourcing für ‚Beschaffung‘) bedient man sich zur Lösung von Problemen oder Teilaufgaben der Masse. Basis ist immer das Internet, hierfür gibt es eigene Plattformen. Hierbei wird eine freiwillige Community genutzt, meist wird auch eine Art „Preisgeld“ für die Lösung ausgeschrieben.

Im Online-Marketing spielt das Crowdsourcing heutzutage eine immer größere Rolle. Viele Onlineshops stellen einer Community Aufgaben wie z.B. Schreiben von Texten bereit und können so davon profitieren, dass ein Hobbyschreiber als Auftragnehmer wesentlich günstiger ist als eine Agentur.

Ein Beispiel für eines der Crowdsourcing-Geschäftsmodelle ist sicher jedem bekannt: Wikipedia. Hier erstellen, bearbeiten und verbessern die Internetnutzer selbst die Artikel des Online-Lexikons – sie sind also Redakteure und Leser zugleich.

Geschäftsmodell #10: Customer Loyalty

Customer Loyalty (deutsch: Kundentreue) ist ein Kundenbindungsprogramm. Man bietet dem Kunden Anreize, damit dieser dem Unternehmen lange treu bleibt. Diese Treue wird erzielt, indem man den Kunden nach einer bestimmten Zeit, einer gewissen Anzahl von Käufen oder anderen vorher festgelegten Faktoren mit „Geschenken“ belohnt.

Dieses Modell kennen wir beispielsweise von der Lufthansa. Durch ihr sogenanntes Miles & More Programm will die Fluglinie die Kundentreue stärken. Jede Flugmeile wird mit Punkten bewertet; am Ende jeder Saison können die Fluggäste ihre Punkte einlösen und erhalten dafür kleinere Aufmerksamkeiten. Für Vielflieger kann dabei sogar mal ein Gratisflug rausspringen.

Geschäftsmodell #11: Digitalization

Das Geschäftsmodell Digitalization ist uns allen bekannt, da das letzte Jahrzehnt mehrheitlich davon geprägt war. Viele große Unternehmen entstanden auf Basis dieser Geschäftsmodelle, wir alle können sicher einige davon aus dem Stegreif aufzählen.

Dieses Modell beschreibt die Digitalisierung physischer Produkte und ist somit schon fast selbsterklärend. Sie betrifft sowohl Prozesse und Funktionen, die vollständig ins World Wide Web verlagert werden, als auch die Entstehung komplett neuer Angebote.

Um nur ein paar bekannte Beispiele für digitale Geschaeftsmodelle zu nennen:

  • Amazon: Digitalisierung des Einzelhandelsgeschäfts
  • E-Mail: Digitalisierung der „normalen“ Post
  • Wikipedia: Digitalisierung traditioneller Enzyklopädien

Geschäftsmodell #12: Direct Selling

Direct Selling bedeutet auf deutsch Direktverkauf. Gemeint ist damit das Auslassen von Zwischenhändlern.

Produkte werden direkt an die Konsumenten verkauft, dadurch werden Händlermargen und andere Kosten für den Vertrieb eingespart und der Kunde erhält einen günstigeren Preis.

Das Prinzip des direct Selling verfolgen viele bekannte Unternehmen. Auf „Tupperparties“ werden Plastik-Küchenutensilien verkauft, der Vertreter von Vorwerk verkauft seinen Staubsauger an der Haustür, der US-amerikanische Matratzenhersteller Casper vertreibt seine Produkte über seinen eigenen Onlineshop.

Geschäftsmodell #13: E-Commerce

Und mit dem Thema Onlineshop sind wir schon direkt im Thema. Durch E-Commerce (deutsch: Online-Handel) realisieren Unternehmen Transparenz und Kostenreduktion. Der einzige Nachteil des Kunden des elektronischen Austauschs von Waren gegen Geld ist, dass er die Ware vorher nicht physisch begutachten kann.

Die Vorteile für den Kunden überwiegen jedoch:

  • Shopping ist zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich
  • Es ist überall möglich, wo auch eine Internetverbindung besteht
  • Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Kunden sind leichter zugänglich
  • Eine größere Auswahl

Auch die Unternehmen profitieren von den Vorteilen:

  • Erreichen weltweit potentieller Kunden
  • Direkter Kontakt zu Kunden überall möglich
  • Kaufentscheidungen lassen sich viel detaillierter studieren
  • Personalisierte Werbung ist leichter realisierbar

Geschäftsmodell #14: Experience Selling

Dieses Geschäftsmodell basiert auf der Emotionalisierung von Produkten. Experience Selling (zu deutsch: Erfahrungsverkauf, Erlebnisverkauf) bedeuet also, dass man dem Kunden nicht einfach nur ein Produkt verkauft, sondern eine Marke und damit verbundene Erlebnisse. Das eigene Produkt wird von dem der Konkurrenz abgegrenzt, indem man Erlebniswelten drumherum schafft.

So zum Beispiel die Marke Nespresso: Wenn der Kunde den Nespresso-Store betritt, steht er nicht einfach in einem Kaffeehaus. Nein, viel mehr als das. Die Farben sind bedeckt gehalten, vorherrschend schwarz, das Konzept ist clean und elegant. Auch die Mitarbeiter sind schwarz gekleidet. Die wirklichen Eyecatcher jedoch sind die Kaffeekapseln: Diese stapeln sich farblich sortiert bis zur Decke. Und dann den Werbespot im Kopf: Ein kaffeetrinkender George Clooney, natürlich elegant gekleidet. Er lächelt verschmitzt und sagt:“Nespresso, what else?“ Der Kunde kauft hier also nicht einfach nur Kaffee, sondern Lifestyle. Und dafür zahlt er auch gerne mal mehr.

Geschäftsmodell #15: Flatrate

Das Modell Flatrate ist auch jedem ein Begriff. Sei es der Handyvertrag, der unbegrenztes Telefonieren verspricht, oder das Fitnessstudio-Abo, welches zum endlosen Trainieren einlädt.

Flatrate bedeutet unlimitierten Konsum zum Festpreis. Das heißt, man zahlt eine fixe Gebühr für ein Produkt und kann dieses dann unbegrenzt nutzen. Vorteil für den Kunden: Überschaubare regelmäßige Kosten und permanente Verbesserungen und/oder Erweiterungen. Vorteil für das Unternehmen: Konstanter Umsatz.

Ein aktuelles Beispiel für das Modell Flatrate ist der Streaming-Dienst Netflix. Der Konsument zahlt eine monatliche Gebühr und kann im Gegenzug alle angebotenen Filme und Serien ansehen.

Geschäftsmodell #16: Fractionalized Ownership

Fractionalized Ownership bedeutet übersetzt Teileigentum. Das Geschäftsmodell definiert man folgendermaßen: Effizienter Nutzen durch Teileigentum. Es ermöglicht den Kunden, Teile von Produkten zu erwerben, statt sie ganz zu kaufen. Dies ist besonders interessant bei Gütern, die im Gesamten zum einen unerschwinglich für den Käufer wären, wie z.B. Ferienhäuser oder auch Flugzeuge. Zum anderen würden sie auch einen Großteil der Zeit ungenutzt bleiben, was wirtschaftlich gesehen absolut ineffizient wäre.

Das heißt also: Während das Produkt bei mir gerade nur ungenutzt herumstehen würde, kann ein anderer über Fractionalized Ownership es nutzen.

Ein Unternehmen, das sich dieses Geschäftsmodells bedient, ist car2go. Hier wird eine Fahrzeugflotte betrieben, die ohne feste Mietstationen auskommt. Alles, was die Nutzer benötigen, ist die entsprechende App. Und schon können sie sich überall im Geschäftsgebiet ein car2go schnappen und für einen niedrigen Minutenpreis im Geschäftsgebiet umherfahren. Nach „Gebrauch“ stellen sie es kostenlos auf einem öffentlichen Parkplatz ab. Kurz gesagt: Für einen niedrigen Preis steht den Nutzern eine ganze Fahrzeugflotte zur Verfügung.

Geschäftsmodell #17: Franchising

Die Definition des Franchising-Konzeptes kannten bereits die drei Musketiere: Einer für alle, alle für einen.

Das Modell funktioniert so: Der Franchisegeber besitzt eine Marke und ein damit verbundenes Produkt. Die Rechte, um diese Marke zu nutzen, übergibt er gegen eine sogenannte Franchisegebühr an den Franchisenehmer. Der Franchisenehmer kann nun ebenfalls die Marke des Franchisegebers zu dessen vorher festgelegten Konditionen vertreiben. Das Unternehmen kann somit sein eigenes Risiko senken, und selbst kapitalintensive Ventures haben die Möglichkeit, schnell zu skalieren. Als Franchisenehmer hat man bei guten Bedingungen wie z.B. Standort oft die Chance, eine gute Karriere zu machen.

Bekannte Beispiele für dieses Franchising-Konzept sind Ketten wie McDonalds und Starbucks.

Eine einfache Erklärung von „Franchising“ in nur drei Minuten kannst du dir in diesem

Geschäftsmodell #18: Freemium

Der Begriff Freemium setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Free und Premium. Diese Wörter beschreiben auch die zwei Komponenten des Geschäftsmodells. Es gibt eine freie Basisversion und eine kostenpflichtige Premiumversion eines Produktes oder einer Dienstleistung.

Bekannt ist dieses Geschäftsmodell vor allem aus dem Bereich der Software-Applikationen. Während man sich auf Plattformen wie Xing kostenfrei mit einem Nutzerprofil registrieren und eine leicht „abgespeckte“ Version nutzen kann, gibt es auch die Möglichkeit ein „Upgrade“ zu kaufen. Gegen eine Gebühr kann man dann die Premiumversion nutzen, die zum Beispiel weitere Funktionen ermöglicht.

Geschäftsmodell #19: From Push to Pull

Das Modell macht sich den Kundensog als Zentrum der Wertschöpfungsgestaltung zunutze.

Aber was bedeutet das genau?

Einfach formuliert stellt das Konzept den Kunden wieder in den Mittelpunkt, streng nach dem Motto:“Der Kunde ist König.“. Das Unternehmen betreibt Forschung, Entwicklung und Herstellung immer mit Blick auf den Kunden. Es wird nicht mehr großartig auf Lager produziert, sondern das, was der Verbraucher auch tatsächlich nachfragt.

Oder nochmal wirtschaftlich ausgedrückt: Man will eine höhere Zentralisierung erreichen, indem man die Dezentralisierung nutzt.

Bekannt für dieses Geschäftsmodell ist der Autobauer Toyota. Zuerst kommt der Kundenauftrag, dann erst alle weiteren Fertigungsschritte. So versucht man auch einer Verschwendung von Rohstoffen vorzubeugen.

Geschäftsmodell #20: Guaranteed Availability

Die deutsche Übersetzung ist gewährleistete Verfügbarkeit. Und so lässt sich auch das Geschäftsmodell erklären.

Beginnen wir mit dem Schnelldurchlauf eines Worst-Case-Szenarios: Dem Unternehmer gehen unerwartet die Ressourcen aus, sei es eine defekte Maschine oder auch der Zugang zu seinem Account. So kann er nicht mehr produzieren und/oder liefern. Der Kunde ist unzufrieden und wendet sich an die Konkurrenz. Am Ende kostet dies den Unternehmer mehr Geld als nötig.

Und hier kommt nun unser Geschäftsmodell Guaranteed Availability ins Spiel: Hierbei zahlt der Kunde nicht nur für das Produkt selber, sondern auch für die permanente Instandhaltung bzw. eben die gewährleistete Verfügbarkeit. Das bedeutet: Weniger Aufwand, mehr Umsatz.

Bei Aufzugfirmen wie Otis, Thyssen und Schindler gibt es zum Beispiel solche Guaranteed-Availability-Verträge: Dem Kunden wird die garantierte Verfügbarkeit der Aufzüge für die Passagiere gegen einen recht hohen, vorher genau festgelegten Prozentsatz definiert. Bei Nichteinhaltung dieser Verfügbarkeiten drohen den Unternehmen saftige Konventionalstrafen.

Geschäftsmodell #21: Hidden Revenue

Hidden Revenue bedeutet auf deutsch versteckte Einnahmen. Die Definition des Geschäftsmodells ist jedoch: Trennung von Einkünften und Kunden.

Das Geschäftsmodell dreht den Spieß um: Hier ist nicht mehr der Nutzer des Produktes derjenige, der die Umsätze vorantreibt. Vielmehr sind die Nutzer hier das wirkliche Produkt.

Eines der weltweit bekannten Unternehmen, das nach diesem Geschäftsmodell wirtschaftet, ist Facebook. Es finanziert sich nicht über Mitgliedsbeiträge, sondern über Werbeeinblendungen.

Geschäftsmodell #22: Ingredient Branding

Das Geschäftsmodell definiert sich über die „Marke in der Marke„.

Anhand eines Beispieles lässt sich das Modell Ingredient Branding (deutsch etwa „Inhaltsstoff-Markenbildung„) leichter erklären: Das Unternehmen Intel stellt Mikrochips für Computer her. Diese Mikrochips stehen heutzutage für Qualität. Andere PC-Hersteller verbauen diese markenfremden Mikrochips in ihren eigenen Geräten und werben mit dieser Marke („intel inside“).

Geschäftsmodell #23: Integrator

In diesem Geschäftsmodell wird durch Integration ein Mehrwert geschaffen. Es ist sozusagen eine Kampfansage für Outsourcing.

Das Unternehmen belässt möglichst alle Wertschöpfungsaktivitäten in den eigenen Reihen, statt diese auszulagern. So bleibt man unabhängig von Zulieferern und auch die Transaktionskosten werden geringer gehalten.

Ein namhaftes Beispiel ist der Automobilhersteller Ford. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fing man an, Fahrzeugkomponenten selbst zu bauen, statt sie von Fremdfirmen zu beziehen. So konnte die Massenproduktion innerhalb des Betriebes besser umgesetzt werden.

Geschäftsmodell #24: Layer Player

Bei diesem Geschäftsmodell nimmt das Unternehmen die Rolle eines „Schichtenspezialisten“ ein.

Schichten bedeutet in diesem Fall Einzelteile einer Wertschöpfungskette. Der Layer Player ist in einer dieser besagten Schichten besonders gut und kann sie daher in den verschiedensten Industrien anwenden. Daraus resultiert für die Unternehmen eine Effizienzsteigerung durch Skalierungseffekte ein Anstieg der Gesamtqualität der Wertschöpfung, da die Qualität dieser einen Schicht schon hoch ist.

Einer der bekanntesten Layer Player ist PayPal. Das Unternehmen hat sich auf die Schicht Zahlungsabwicklung spezialisiert und bietet diese Leistung in den verschiedensten an.

Interessante Informationen zum Käuferschutz bei PayPal erhältst du im folgenden Video.

Geschäftsmodell #25: Leverage Customer Data

Leverage Customer Data heißt übersetzt Nutzung von Kundendaten und beschreibt somit den Kern dieses Geschäftsmodells. Hier geht es ums Geldverdienen durch die mehrseitige Nutzung der Kundendaten.

Der Wert wird hier durch das Sammeln und Aufbereiten von Nutzerdaten geschaffen. Umsätze lassen sich generieren, indem man diese Daten an Dritte verkauft oder aber die Daten intern nutzt, um beispielsweise bessere Werbung schalten zu können.

Facebook ist bekannt für dieses Geschäftsmodell. Zum einen kann das Unternehmen mithilfe der Nutzerdaten das die Schaltung der Werbung effizienter gestalten, zum anderen gibt es Daten auch an Kunden weiter.

Geschäftsmodell #26: License

Der Kern dieser Geschäftsmodelle ist die Kommerzialisierung geistigen Eigentums, sprich die Vermarktung von Nutzungsrechten.

Lizenzrechte lassen sich im Gegensatz zu Produkten mehrfach verkaufen, dadurch lässt sich schnell ein bestimmtes Volumen erreichen. Das macht das Geschäftsmodell so reizvoll und auch bezahlt.

Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Marke Mickey Mouse von Walt Disney. Um Produkte, die mit dieser Marke versehen sind, verkaufen zu dürfen, müssen Lizenzgebühren an Walt Disney entrichtet werden.

Geschäftsmodell #27: Lock In

Die Beschreibung dieses Geschäftsmodell ist Zwangsloyalität durch hohe Wechselkosten.

Auch hier dreht es sich um Kundentreue. Aber im Gegensatz zum Customer Loyalty-Modell will man den Kunden nicht für seine Treue belohnen, sondern für seine fehlende Loyalität abstrafen.

Das Paradebeispiel für diese Lock-In-Strategie ist mal wieder unter anderem Nespresso. Es beginnt mit dem Erwerb einer Kaffeemaschine, die mit entsprechenden Kaffeekapseln funktioniert. Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele Hersteller für solche Maschinen, jede einzelne benötigt allerdings unterschiedliche Kapseln. Nespresso-Kapseln passen demnach nicht in die Senseo-Maschine und vice versa. Somit schaffen sich die Anbieter dieser Kapseln quasi ein Monopol den Nutzern ihrer Kaffeemaschinen gegenüber. Wollten die Kunden die Kapseln wechseln, müssten sie sich also erst einmal eine neue Maschine kaufen.

Geschäftsmodell #28: Long Tail

Das Geschäftsmodell Long Tail lässt sich mal wieder mit einer alten Weisheit übersetzen und beschreiben:“Kleinvieh macht auch Mist“. Das bedeutet, dass diese Unternehmen einen Großteil ihrer Umsätze erzielen, indem sie viele kleine Nischenprodukte verkaufen.

Du kennst ja bestimmt YouTube. Das Video-Portal erzielt mit jedem angesehenen Video einen sehr geringen Umsatz. Die Zahl der Klicks auf die einzelnen Videos fällt in der Regel auch nicht allzu groß aus, da es sich bei den Videos um Nischenprodukte handelt. Allerdings laden die Nutzer minütlich rund 400 Stunden an Videomaterial auf der Plattform hoch, wodurch sich der Kreis dann wieder schließt: Kleinvieh macht auch Mist!

Geschäftsmodell #29: Make more of it

Make more of it heißt übersetzt mehr daraus machen. Hierbei geht es um die Multiplikation von Kompetenzen außerhalb des Kerngeschäfts.

Unternehmen haben auf ihrem Fachgebiet gewisse Kompetenzen. Diese Geschäftsmodelle basieren nun darauf, diese Kompetenzen nicht nur für die Produktion oder den Verkauf der eigenen Produkte zu verwenden, sondern sie zum Beispiel auch anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Das führt dann zu einer Mehrfachnutzung eigener Vermögenswerte, was zu großen zusätzlichen Umsatzeinflüssen führen kann.

So auch Amazon. Das Unternehmen verwendete sein Wissen um die Handhabung großer Datenmengen zur Gründung der Geschäftseinheit Amazon Web Services. Diese Einheit wächst aktuell immer weiter und übersteigt sogar schon das Ursprungsgeschäft.

Geschäftsmodell #30: Mass Customization

Das Geschäftsmodell bietet Individualität von der Stange an. Mass Customization bedeutet auf deutsch übersetzt etwa kundenindividuelle Massenproduktion und verknüpft somit die Massenproduktion mit individuellen Produkten.

In den letzten Jahren wurde das Modell immer beliebter. Innovationen in der Produktionstechnologie ermöglichen es den Kunden, die Produkte ihren Bedürfnissen anzupassen oder zusammenzustellen. Der Kauf hoher Stückzahlen ist hier nicht mehr nötig.

Viele kennen mindestens ein Beispiel für diese Massenindividualisierung. Das Unternehmen MyMuesli ermöglicht es seinen Kunden, ihr Frühstücksmüsli im Onlineshop individuell zusammenzustellen. Das Modell ist so erfolgreich, dass es mittlerweile in einigen deutschen Städten entsprechende physische Shops gibt.

Geschäftsmodell #31: No Frills

No Frills heißt auf deutsch: Keine Rüschen. Im Bezug auf Geschäftsmodelle bedeutet das: Alles, außer teuer.

Hier geht es den Unternehmen hauptsächlich darum, ihre Produkte einfach nur günstig anbieten zu können. Dass die Qualität unter Umständen darunter leidet, wird schulterzuckend hingenommen. Angesprochen wird mit diesem Geschäftsmodell vor allem der große Massenmarkt.

In Deutschland gibt es einige bekannte Unternehmen, die ihre Produkte nach der Devise“Masse statt Klasse“ anbieten. So zum Beispiel Kik. Der Einzelhändler fokussiert sich hauptsächlich auf günstige Bekleidung für Jung und Alt und ist ganz typisch für ein No Frills-Unternehmen. Kein Schnickschnack in Bezug auf Präsentation der Waren, einfach nur möglichst günstig. Darin liegt auch der USP (das Alleinstellungsmerkmal) des Unternehmens.

Geschäftsmodell #32: Open Business Model

Die Kurzbeschreibung dieser Geschäftsmodelle lautet wie folgt: Hebeleffekte durch kollaborative Wertschöpfung. Aber was bedeutet das?

Unternehmen, die sich dieser Geschäftsmodelle bedienen, suchen stets neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Lieferanten, Kunden etc., um selbst stärker zu werden. Das heißt, einer der Hauptfaktoren in ihrer Wertschöpfung ist die Nutzung von Synergien durch Partnerschaften.

Erklären wir es an einem Beispiel: Bei Veröffentlichung des ersten Spiels – Half-Life – der Valve Corporation (ein US-amerikanisches IT-Unternehmen) gaben sie auch gleichzeitig ein kostenfreies „Programm“ heraus. Damit konnten Half-Life-spielende Programmierer direkt neue Inhalte für das bestehende Spiel programmieren und es somit nach ihren Wünschen mitgestalten. Der Vorteil für die Valve Corporation: kostenlose Software-Entwicklung.

Geschäftsmodell #33: Open Source

Beim Geschäftsmodell Open Source sucht man gemeinsam eine freie Lösung.

Das Produkt – meistens Software – kann von allen kostenfrei genutzt werden. In der Regel kann man neben der Nutzung auch daran arbeiten, also zur Weiterentwicklung beitragen.

Aber wie erzielen Unternehmen damit Umsatz?

Oft bieten die Unternehmen zu ihren Open Source-Produkten komplementäre kostenpflichtige Beratungsdienstleistungen oder andere entsprechende Services an.

Ein recht bekanntes Beispiel für dieses Modell ist WordPress. Die Nutzung des Content Management Systems ist kostenfrei, hiermit kann sich jeder eine Webseite oder einen Blog „bauen“. Möchte man jedoch weitere Plugins, Themes oder die Programmierung individueller Lösungen nutzen, muss man dafür zahlen.

Geschäftsmodell #34: Orchestrator

Das Geschäftsmodell basiert auf dem Dirigieren der Wertschöpfungskette und steht damit dem Integrator-Modell entgegen.

Hierbei konzentrieren sich Unternehmen auf eine Kernstärke, die restlichen Schichten der Wertschöpfungskette werden ausgelagert und aktiv gesteuert. Durch die starke Spezialisierung lassen sich Kosten reduzieren und somit von den Skaleneffekten profitieren.

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat diese Geschäftsmodelle perfektioniert. Das Grundkonzept war einfach: Schuhe aus Japan importieren und in Nordamerika verkaufen. Aus dieser simplen Idee heraus entwickelte sich der größte Sportartikelhersteller der Welt.

Geschäftsmodell #35: Pay per Use

Dieses Modell ist das Gegenteil zum Geschäftsmodell Flatrate. Es basiert auf einer nutzungsabhängigen Vergütung.

Hiermit werden vor allem die Kunden angesprochen, die Wert auf eine hohe Flexibilität setzen. Anstatt fixer, regelmäßiger Gebühren und der Möglichkeit, das Produkt zu nutzen sooft man will, wird hier nur gezahlt wenn auch tatsächlich konsumiert wird. Bei hohem Konsum kann das schon schnell teuer werden, aber bei unregelmäßigem Gebrauch kann sich das Pay per Use-Modell für den Kunden auszahlen.

Ein tolles Beispiel für das Modell ist wieder Car2Go. Die Nutzer können die Autos jederzeit nutzen und bezahlen für jeden gefahrenen Kilometer. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Wer nicht fährt, zahlt auch nicht.

Geschäftsmodell #36: Pay what you want

Zahle, wieviel es dir wert ist!

Das Geschäftsmodell steckt zwar noch in den Kinderschuhen, erfreut sich aber gerade bei jungen Startups immer größerer Beliebtheit. Bei dem Modell wird dem Kunden kein Preis vorgegeben, sondern er zahlt nur das, was ihm die Leistung selbst wert ist. Entgegen der Erwartungen sofortiger Insolvenz kann dieses Geschäftsmodell wirklich gut funktionieren.

Die britische Band Radiohead adaptierte dieses Geschäftsmodell bei der Veröffentlichung ihres Albums In Rainbows. Zwei Monate lang überließen sie die Preisbestimmung ihren Fans bei Download des Albums.

Geschäftsmodell #37: Peer-to-Peer

Und hier haben wir ein weiteres Geschäftsmodell, welches auf Tauschgeschäften von Mensch zu Mensch basiert.

Diese Geschäftsmodelle zielen darauf ab, das altbekannte und bewährte Konzept des Tauschgeschäfts wieder salonfähig zu machen. Konsumenten bieten ihre Produkte direkt anderen Konsumenten an, nicht Unternehmen. Durch den direkten Kontakt ist das Modell meistens viel preiswerter als „traditionelle“ Geschäftsmodelle.

Ein mittlerweile sehr beliebtes und bekanntes Beispiel für ein typisches Peer-to-Peer-Modell (auch P2P) ist Airbnb. Über eine Online-Plattform können private Nutzer ihre Wohnung, Zimmer, Häuser (egal ob als Mieter oder Eigentümer) an Fremde für eine kurze Zeit vermieten.

Ob du deine Mietwohnung einfach so untervermieten darfst, erfährst du im folgenden Video.

Geschäftsmodell #38: Performance-Based Contracting

Bei dem Modell handelt es sich um eine ergebnisabhängige Vergütung.

In der Praxis bedeutet das, dass das Unternehmen nicht mit dem physischen Wert des Produktes kalkuliert, sondern mit dem Wert bzw. der Performance für den Kunden. In der Regel arbeiten Unternehmen mit diesem Geschäftsmodell sehr eng mit ihren Kunden zusammen und können relativ hohe Preise verlangen.

Ein Beispiel für diese Geschäftsmodelle ist das Unternehmen Xerox. Die Preise für deren Kopiergeräte werden nach der Kopienanzahl beim Konsumenten berechnet.

Geschäftsmodell #39: Razor and Blade

Die Kurzbeschreibung für dieses Geschäftsmodell bedient sich Begrifflichkeiten aus dem Angelsport, und zwar: Haken und Köder.

Die Funktionsweise ist leicht erklärt: Man bietet das Basisprodukt zu einem unschlagbar günstigen Preis an. Die Produkte, die für die Nutzung des Basisproduktes notwendig sind, meist Verbrauchsgüter, sorgen für den Umsatz. Und so wird auch der Name des Geschäftsmodells hergeleitet, Razor and Blade. Oder auf deutsch: Rasierer und Rasierklinge.

So funktioniert zum Beispiel die Kaffeemaschine von Nespresso nur mit den entsprechenden Kapseln, auf dem günstigsten Amazon-Kindle-Gerät lassen sich fast nur auf Amazon gekaufte Bücher lesen, usw. usw.

Geschäftsmodell #40: Rent instead of buy

Dieses Geschäftsmodell definiert sich über ein entgeltliches, temporäres Nutzungsrecht. Oder wie der Name ja bereits sagt: Mieten statt kaufen.

Einige von uns leben in einer Wohnung oder einem Haus nur zur Miete, daher sind uns solche Geschäftsmodelle durchaus bekannt. So haben wir die Möglichkeit, gegen eine monatliche Gebühr (die Miete) für die im Mietvertrag festgelegte Dauer eine Immobilie zu bewohnen. Das Geschäftsmodell ist vor allem dann für die Kunden wunderbar geeignet, wenn sie entweder nicht die finanziellen Mittel haben, eine Immobilie zu kaufen, oder aber schlicht und einfach keine Zeit oder Lust haben, ihr Eigentum instandzuhalten. Der Vorteil für die Unternehmen liegt darin, dass sie auf lange Sicht wesentlich mehr Geld verdienen als wenn die Kunden einfach kaufen würden.

Wenn man Mieten hört, denkt man wohl immer zunächst an Immobilien oder Autos. Allerdings setzen auch Unternehmen in anderen Bereichen diese Geschäftsmodelle ein: Das Berliner Unternehmen Luxusbabe vermietete vor seiner Übernahme durch Fashionette Designer-Handtaschen an seine Kunden.

Geschäftsmodell #41: Revenue Sharing

Revenue Sharing basiert auf einer symbiotischen Gewinnteilung und heißt übersetzt etwa Einnahmen teilen.

Den Unternehmen geht es in diesem Modell darum, ihre Gewinne mit ihren Stakeholdern zu teilen, um zum einen die Motivation für weitere Zusammenarbeit zu steigern oder bestehende Beziehungen noch weiter auszubauen. Als Stakeholder bezeichnet man hier sowohl die eigenen Mitarbeiter als auch externe Partner. Das heißt alle für den Leistungsprozess wichtigen Partner werden mit einem gewissen Prozentsatz des Gewinns „bei Laune gehalten“. So werden strategische Partnerschaften gefördert und sogar Absatzrisiken geteilt.

So wendet Apple zum Beispiel das Geschäftsmodell in seinem App-Store an. Apple erhält 30 % der Umsätze von Entwicklern der Apps für iOS. Das ist für die Entwickler aber kein Problem, da sie ohne die Plattform von Apple nur schwer so viele User ansprechen könnten. Also ziehen beide Seiten Vorteile aus dem „Deal“ – es ist also eine regelrechte Symbiose.

Schau dir doch mal in diesem Video an, was du noch vom Unternehmen Apple lernen kannst.

Geschäftsmodell #42: Reverse Engineering

Dieses Modell basiert auf raschem Lernen vom Wettbewerber.

Hier geht es den Unternehmen nicht darum, Innovationen zu schaffen, sondern Bestehendes von der Konkurrenz zu kopieren. Da hier keine Forschungen mehr betrieben und keine Entwicklungsprozesse mehr überprüft und ausgearbeitet werden müssen, können die Produkte natürlich auch entsprechend günstiger verkaufen als die des kopierten Unternehmens.

Exemplarisch für dieses Geschäftsmodell sind Generika-Hersteller wie Ratiopharm. Das Unternehmen wartet auf den Ablauf von Patenten anderer Medikamente und tritt danach mit ähnlichen Produkten auf den Markt.

Geschäftsmodell #43: Reverse Innovation

Reverse Innovation (deutsch: zurückgeführte Innovation) bedeutet: Lernen von Einfachstlösungen.

Geschäftsmodelle in diesem Bereich drehen sich um Produkte aus reicheren Regionen – Europa, Amerika – und deren Adaption auf niedrigere Standards, um eine Bezahlbarkeit für Menschen aus entwicklungsschwachen Regionen zu gewährleisten.

Der französische Automobilhersteller schaffte so mit seiner rumänischen Tochtermarke Dacia einen Durchbruch auf dem Automobilmarkt: Anfang 2000 brachten sie das 5.000-Euro-Auto auf den Markt, den Dacia Logan. Er wirkte zwar plump und klobig, wirkte auf den ersten Blick wenig ansprechend. Allerdings beherbergte er die bewährte Renault-Technik.

Geschäftsmodell #44: Robin Hood

Robin Hoods Devise kennen wir alle: Nehmt es den Reichen, gebt es den Armen.

Und so funktioniert das gleichnamige Geschäftsmodell in etwa auch. Unternehmen bieten die selben Produkte zu unterschiedlichen Preisen an; für reiche Kunden teurer, für ärmere Kunden billiger. Ein großer Teil des Umsatzes entsteht so durch die reicheren Kunden, die somit die ärmeren unterstützen – meist ohne es zu wissen. Und Vorteile entstehen für alle Parteien: Das Unternehmen macht Gewinne, die Armen werden unterstützt, die Reichen fühlen sich gut.

TOMS Shoes, ein US-amerikanisches Unternehmen, nutzt genau dieses Modell. Mit jedem gekauften Paar Schuhe wird ein weiteres Paar an Menschen in Indien oder Honduras verschenkt.

Geschäftsmodell #45: Self-Service

Das Prinzip der Self-Service-Geschäftsmodelle kennen wir auch alle: Selbstbedienung oder aber auch der arbeitende Kunde.

Und es ist ganz einfach: Biete deine Produkte billiger an als deine Konkurrenz. Wie erreichst du das? Biete einfach einen schlechteren bzw. weniger Service an. Klingt vielleicht im ersten Moment seltsam funktioniert aber schon lange richtig gut.

Das beste Beispiel für diese Geschäftsmodelle ist doch McDonalds. Hier wird Essen zu erschwinglichen Preisen angeboten. Preise, für die die Besucher anderer Restaurants gerade mal einen Nachtisch bestellen könnten. Der einzige Nachteil für Kunden ist, dass er sich sein Essen selbst holen muss und nicht am Tisch bedient wird. Scheint aber niemand zu stören, das Unternehmen läuft nach wie vor prima.

Geschäftsmodell #46: Shop in Shop

Das Geschäftsmodell Shop in Shop bezeichnet man als symbiotisches Huckepack.

Das Prinzip des Geschäfts-im Geschäft ist aber ganz einfach: Ein Ladenbetreiber vermietet eine freie Fläche in seinem Verkaufsraum an einen anderen Shopbetreiber. Beide haben Vorteile: Der vermietende Shopbetreiber spart an seiner eigenen Miete, der Untermieter kann günstig mieten. Und beide Seiten erzielen durch die unterschiedlichen Kunden positive Verkaufseffekte.

Das Modell wurde unter anderem auch durch Tchibo bekannt: In vielen Supermärkten ist Tchibo auch mit einer eigenen Verkaufsfläche vertreten.

Geschäftsmodell #47: Solution Provider

Bei diesem Geschäftsmodell wird das Unternehmen zu einem „Alles aus einer Hand“-Anbieter.

Bei einem sogenannten Solution Provider erhält der Kunde alles, was er für einen bestimmten Zweck braucht. Ein solches Angebot kann die Kundenbindung enorm steigern.

Steve Jobs, der berühmten Apple-Gründer, arbeitete nach genau diesem Prinzip: Er entwickelte nicht nur neuartige Smartphones, sondern integrierte hier auch noch einen lange Zeit einzigartigen Ladeanschluss. Die nötigen Ladekabel und auch alles andere Zubehör konnten die Kunden einzig und allein von Apple beziehen.

Geschäftsmodell #48: Subscription

Das Geschäftsmodell Subscription (deutsch: Abonnement) ist auch schon fast selbsterklärend: Abonnieren von Leistungen.

Diesem Geschäftsmodell liegt eine einfache Behauptung zugrunde: Der Kunde ist faul. Und genau diese Faulheit fördern die Unternehmen erfolgreich. Sie profitieren von permanenten Umsatzflüssen und starker Kundenbindung. Viele Produkte können somit stetig verbessert werden und die Kunden müssen trotzdem nicht mehr zahlen.

Eine regelrechte Revolution in der Rasier-Branche brachte das Unternehmen Dollar-Shave-Club: Der Kunde kann hierüber ein Rasierklingen-Abo abschließen. So sendet ihm das Unternehmen monatlich Rasierklingen und entsprechendes Zubehör zu, die Konto-Abbuchung erfolgt automatisch.

Geschäftsmodell #49: Supermarket

Und noch ein allseits bekanntes Geschäftsmodell: Große Auswahl, kleine Preise.

Hier wird der Kunde von einer großen Produktvielfalt angezogen. Die Unternehmen profitieren von großen Absatzvolumen und vielen anderen Ressourcen wie einer betrieblichen Infrastruktur.

Bekannte Beispiele gibt es zuhauf: Aldi, Toys“R“Us, Fressnapf, und viele weitere.

Geschäftsmodell #50: Target the Poor

Bei diesem Geschäftsmodell richten die Unternehmen nicht an die einkommensstärksten Kunden, sondern auf die Kunden am Fuß der Welteinkommenspyramide.

Sie erzielen dabei zwar nicht unbedingt viel Umsatz pro einzelnem Kunden, allerdings ist der Kundenkreis umso größer.

So zum Beispiel richtet sich das Leistungsangebot des indischen Telekommunikationsunternehmens Bharti Airtel an die untere Gesellschaftsschicht im Land.

Geschäftsmodell #51: Trash to Cash

Dieses Geschäftsmodell widmet sich der Monetarisierung von Abfall, sprich: Wiederverwertung gebrauchter Güter.

Diese Wiederverwertung gewinnt heutzutage immer mehr an Bedeutung, da die Ressourcen unserer Welt endlich sind. Unternehmen die sich auf dieses Geschäftsmodell konzentrieren, sparen beim Einkauf immens, da es sich ja um Abfallgüter handelt. Sie sammeln gebrauchte Produkte recyceln sie entweder oder verkaufen sie woanders weiter. Ein Vorteil: Für Produkte aus recyceltem Material sind Kunden oft bereit, einen höheren Preis zu bezahlen.

Das US-amerikanische Unternehmen Emeco stellt Designermöbel aus recyceltem Material her. Diese Möbel, meistens Stühle, werden dann für bis zu mehr als 1.000 EUR pro Stück verkauft.

Geschäftsmodell #52: Two-Sided Market

Unternehmen mit dem Geschäftsmodell nutzen die Anziehungskraft indirekter Netzwerkeffekte.

Drei der weltweit fünf größten Unternehmen sind auf Basis des Zweiseitiger-Markt-Modells entstanden. Das Unternehmen ist immer eine Art Plattform und wird interessanter für den Kunden mit wachsender Anbieterzahl, interessanter für den Anbieter mit wachsender Kundenzahl. Wenn der Stein also erst einmal rollt, lässt sich das Wachstum kaum aufhalten.

Ein einfaches Beispiel anhand von Facebook: Je mehr User Facebook hat, desto interessanter wird es für diejenigen, die Content (Inhalte) liefern. Je mehr Content erzeugt wird, desto interessanter wird es für die User.

Geschäftsmodell #53: Ultimate Luxury

Mit diesem Geschäftsmodell haben wir das Gegenteil zu Target the poor, da es sich an das obere Ende der Reichtumspyramide richtet. Hier gilt Mehr als Strategie.

Mit dem Modell Ultimate Luxury (deutsch: ultimativer Luxus) richten sich die Unternehmen an die Superreichen unter uns. Kaufgründe sind hier Exklusivität und Ansehen. Man verlangt astronomische Preise, die die Kunden bereitwillig zahlen. Somit können die Unternehmen sehr hohe Margen erzielen.

Eines der besten Beispiele für solche Luxus-Geschäftsmodelle ist der italienische Automobilhersteller Lamborghini. Der Käufer erhält nicht nur einfach ein Auto, sondern ein Statussymbol. Statuiert wird hier sein unfassbarer Reichtum.

Geschäftsmodell #54: User Designed

In diesem Geschäftsmodell nutzen die Unternehmen den Kunden als erfinderischen Unternehmer.

Normal ist es ja so, dass das Unternehmen Erfinder und Verkäufer seiner Produkte ist, der Kunde nur der Käufer. Hier ist es etwas anders. Die Kunden können ihre eigenen unternehmerischen Vorhaben mithilfe der Unternehmen verwirklichen. Wie geht das?

Die Nutzer können entweder mit bereitgestellten Werkzeugen Produkte entwickeln, oder auch Entwürfe einreichen, die vom Unternehmen technisch realisiert werden. Auch bei der Vermarktung können die Unternehmen durch Bereitstellung einer Plattform unterstützen. Natürlich alles gegen eine entsprechende Provision. und wir wissen ja bereits: Kleinvieh macht auch Mist!

Das Unternehmen Spreadshirt zum Beispiel stellt eine internationale Plattform für das Bedrucken von Kleidung und Accessoires. Was anfangs als „unrealistisches Geschäftsmodell“ verteufelt wurde, feierte im vergangenen Jahr bereits seinen 15. Geburtstag und wächst kontinuierlich weiter.

Geschäftsmodell #55: White Label

Und nun zum letzten unserer Geschäftsmodelle: Das Modell White Label (deutsch: weißes Etikett). Das Zauberwort ist hier: Eigenmarkenstrategie.

Es ist eigentlich ganz einfach erklärt: Unternehmen erhalten die Erlaubnis eines White-Label-Produzenten, dessen Produkte unter ihrer Marke zu verkaufen. Vorteil für die Unternehmen: Bereitstellung von Produkten für den Verkauf. Vorteil für den Produzenten: Verkauf seiner Produkte in den verschiedensten Branchen.

Das berühmteste Beispiel hierfür ist die Foxconn Technology Group, auch wenn der Name vielleicht nicht jedem direkt ein Begriff ist. Und trotzdem halten wir alle tagtäglich sicher mindestens eines seiner Hardware-Produkte in den Händen: Smartphones, Tablets, Notebooks.


Quelle (Buch)Geschäftsmodelle entwickeln: 55 innovative Konzepte mit dem St. Galler Business Model Navigator von Oliver Gassmann, Karolin Frankenberger und Michaela Csik


Unser Ebook als Download

Zum Download des Ebooks einfach hier oder auf das Bild klicken.

, , , , , ,
Add-on als Geschäftsmodell – 55 Geschäftsmodelle erklärt
Geschäftsidee – Definition und Entwicklung einer Geschäftsidee

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Menü