Blockchain oder der Todesstoß der Bankenwelt

Blockchain ist das Schreckgespenst der Finanzwelt

Blockchain ist derzeit in aller Munde. Während Unternehmer oder z.B. der Arbeitgeberverband der Technologie offen gegenüber stehen, löst Blockchain in der Bankenwelt Angst und Schrecken aus. Dabei greift Blockchain nicht nur die Finanzwelt an, sondern geht in seiner Dimension deutlich über diese hinaus. Aber Schritt für Schritt.

Was ist Blockchain?

Johannes Kuhn erklärt in der Süddeutschen Zeitung die Technologie so:

„Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert.“

Das Prinzip liegt auch hinter der Krypto-Währung Bitcoin, die ohne eine Bank weltweit zum Zahlen verwendet werden kann. Kritiker verweisen immer wieder auf die Anonymität von Bitcoin-Sender und Empfänger und dass man so z.B. leicht unerkannt im Darknet einkaufen kann.

Nun hat der 21-Jährige Russe Vitalik Buterin die Idee aufgegriffen und weiter entwickelt. Im Gegensatz zu allen anderen Bezahlmethoden müssen bei Zahlungsvorgängen mit Bitcoins keine Informationen wie Kreditkartennummern, Kontodaten, Namen oder Adressen öffentlich gemacht werden. Auch fallen bei der Bezahlung mit Bitcoins kaum Gebühren an.

Banken und Kreditkartenfirmen generieren aber mit den Transaktionsgebühren die Mehrheit ihrer Umsätze und leben davon sehr gut. Buterin spricht davon, dass Zahlungen künftig ohne Mittelsmänner (also Banken und Kreditkartenfirmen) möglich sind.

Das sorgt natürlich in der Finanzwelt für Unruhe. Inzwischen beschäftigen sich Banken selbst mit Blockchain, denn entweder entwickeln sie eigene Geschäftsmodelle mit der neuen Technologie oder werden von der Welle der Disruption von Blackchain überrollt.

Aber nicht nur Banken müssen sich fürchten.

Welche Branchen noch von Blockchain betroffen sind

Im Prinzip lässt sich das dezentrale Kontensystem für jede Art von Vertrag anwenden. Insider sprechen von “Smart Contracts”. So können vor allem Kaufverträge für jeden Wertgegenstand wie Autos, Immobilien oder Aktien über Smart Contracts abgewickelt werden. Da der Vertrag über Algorithmen abgebildet wird, sorgt dann der Vertrag selbst dafür, dass das Auto nicht mehr aufgeht oder gestartet werden kann, wenn die Rate aufgrund mangelnder Kontodeckung nicht bezahlt wurde. Ist das Konto gedeckt übernimmt der Vertrag automatisch die Überweisung vom Käufer zum Verkäufer. Damit wäre nicht nur die Bank überflüssig, sondern auch Anwälte, Notare oder andere Aufseher über Vermögenswerte. Da die Vertragseinhaltung automatisch geregelt ist, hätten auch Gerichte weniger zu tun.

Blockchain-Erklärvideos

 

Wie können wir helfen?

Blockchain ist ein weiteres Beispiel dass die zunehmende Digitalisierung unseren Alltag weiter nachhaltig beeinflussen wird. Davor ist kein Gründer oder Unternehmer gefeiht und so gilt nicht ob man sein Unternehmen ins digitale Zeitalter transferiert, sondern wie. Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung einer digitalen Strategie für Ihr Startup oder Unternehmen.

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Danke für diesen sehr spannenden Beitrag. Das Thema Kryptowährungen wird ja von vielen noch als Spinnerei oder totale Zukunftsmusik abgetan. Ich habe kürzlich einen Artikel zum Thema Bitcoins gelesen (im Zuge der Einführung als offizielles Zahlungsmittel in einer Schweizer Behörde), in dem diese aber recht positiv bewertet wurden: https://www.finanzvergleich100.de/finanzen/gruezi-die-bitcoins-kommen/ Wobei hingegen der CEO von Circle gerade erst meinte, dass er keine Zukunft speziell für die Bitcoins sieht, sondern sich in den nächsten Jahren noch einiges in der Entwicklung der Kryptowährungen tun muss bzw. wird. Allerdings stimme ich dem von Ihnen zitierten Vitalik Buterin insofern zu, als ich denke, dass sich das Finanzwesen, wie wir es kennen, auf lange Sicht überlebt hat. Natürlich verschwindet eine so riesige Branche nicht von heute auf morgen – aber ich glaube, da wird einiges ins Wanken kommen in den nächsten Jahrzehnten. Nun müssen nur die Normalverdiener und kleinen Betriebe schauen, dass sie nicht unter die Räder kommen.

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