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Buchhaltung selber machen oder zum Fachmann?

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Buchhaltung selber machen oder zum Fachmann?

Oft liegt die Kernkompetenz des Gründers nicht bei der Buchhaltung, wenn er ein Unternehmen gründet. Auch hält der drohende administrative Aufwand als Schreckgespenst so manchen Gründer davon ab, seine Geschäftsidee in die Realität umzusetzen.

Wir wollen ein wenig Licht ins Dunkel bringen.

I. Belege sammeln

Egal für welche Variante Sie sich entscheiden, um die Organisation Ihrer Belegen kommen Sie nicht herum. Bei Belegen spricht man von Eingangsbelegen, also Lieferantenrechnungen, Quittungen, Kassenzettel, Parktickets, Fahrkarten usw. und Ausgangsbelegen wie Rechnungen oder Quittungen, die man selbst an Kunden ausgestellt hat. Wir empfehlen, sich im Vorfeld eine Ablage der Belege zu überlegen, z.B. nach Monaten oder Eingangsbelege und Ausgangsbelege getrennt. Wenn man mit einem Buchhalter oder Steuerberater zusammen arbeitet, übernimmt man oft deren System, damit die Verbuchung der Belege reibungslos funktioniert. Heutzutage erreichen einem die Belege oft schon elektronisch als pdf oder man verschickt seine Rechnungen ebenfalls elektronisch.

II. Selber machen oder zum Steuerberater

Im 2. Schritt scheiden sich die Geister. Während die Einen die Leistungen beim Steuerberater einkaufen und dieser die laufende Buchhaltung und die Pflichten wie Umsatzsteuervoranmeldung oder Berechnung der Lohnnebenkosten übernimmt, schaffen sich die Anderen eine entsprechende Software an, um die Buchungen selbst zu übernehmen und zum Beispiel die Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt zu übermitteln. Einer der Marktführer in diesem Bereich ist sicher Lexware, die eine Vielzahl von kaufmännischen Softwarelösungen anbieten.

Allerdings geht es aus unserer Sicht nicht ohne kaufmännische Vorkenntnisse. Wer noch nie etwas von BWA, Skonto, Debitor und Kreditor, Soll und Haben gehört hat, sollte doch eher zum Steuerberater oder Buchhaltungsbüro greifen.

III. Fazit

Man muss heute sicher kein Buchhaltungsprofi mehr sein, um die Buchhaltung auch selbst zu machen, aber jede Software braucht ein gewisses Grundverständnis und eine entsprechende Einrichtung. Wir präferieren eher die Konzentration auf das Geschäftsmodell der Existenzgründung und schätzen gerade am Anfang die Kompetenz des Steuerberaters bei unklaren Buchhaltungs- und Steuerthemen. Dabei sollte man auf ein System setzen, dass ein im Zweifel einen tagesaktuellen Überblick gibt, wie es um die Firma steht. Hier hinkt der klassische Pendelordner zwischen Steuerberater und Kunde noch ein wenig hinterher. Aber auch hier hält die Online-Buchhaltung langsam Einzug.

Was meinen Sie? Soll man seine Buchhaltung selber machen? Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch in den Kommentaren!

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3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Hallo Andreas,

    ich bin Mitarbeiterin beim Rechnungsprogramm Debitoor und sehe das ähnlich wie du: Für die alltägliche Buchhaltung muss man kein Steuerprofi sein, die kann man mit etwas Übung sehr gut selbst erledigen.

    Das hat neben einer möglichen Kostenersparnis auch noch einen – meiner Meinung nach unterschätzten – Vorteil: Man bekommt dadurch ein besseres Gefühl für seine Finanzen. Und wer seine Unternehmenszahlen im Kopf hat, der kann eher einschätzen, ob er sich das neue Ultrabook für die Geschäftsreise gerade leisten kann oder eben nicht. Und wer weiß, welche Kundenrechnungen überfällig sind, der kann rechtzeitig mahnen und dadurch möglichen eigenen Zahlungsengpässen vorbeugen. Daher macht es für mich immer Sinn, sich selbst regelmäßig mit seiner Buchhaltung zu beschäftigen.

    Bei kniffligen Fällen oder wenn es ums Thema Steuererklärung geht, empfehlen aber auch wir immer, einen Steuerberater hinzuzuziehen. Da muss dann einfach auch mal der Fachmann ran.

    Vielleicht gibt es noch mehr Meinungen dazu? Macht ihr eure Buchhaltung selber?

    Vg Andrea

    Antworten

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