Der Aufbau des Businessplans

Der Aufbau des Businessplans

Jeder Businessplan hat zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen. Der Businessplan ist vor allem ein Handlungs- und Strategiekonzept für Dich als Existenzgründer und erst im zweiten Schritt ist der Businessplan ein wichtiges Dokument für Dritte wie Förderinstitute und Banken! Beachte dies bei Deiner Gründung!

Verbindliche Regeln für die Erstellung eines solchen Businessplans gibt es zwar nicht, aber in der Praxis hat es sich bisher stark bewährt, einige Grundlagen zu beachten.

Kommen wir zum Aufbau des Businessplans zurück.

Businessplan – Welche Bedeutung hat der Aufbau des Businessplans?

Beim Erstellen eines Businessplans ist es wichtig, sich vorher Gedanken darüber zu machen, was er alles beinhalten soll. Mache bitte nicht den Fehler und schreibe einfach drauf los, sondern informiere dich über die nötigen Inhalte.

Wie bereits erwähnt, dient er vor allem als Handlungs- und Strategiekonzept. In diesem Fall liegt die Betonung auf KONZEPT.

Aber wie sieht dieses Konzept genau aus? Welche Inhalte musst Du beim Aufbau des Businessplans beachten?

Praktisches Beispiel:

Nehmen wir als Beispiel den Businessplan für ein Fitnessstudio.

Der Businessplan Fitnessstudio besteht aus einem Businessplan-Textteil, einem Businessplan-Finanzteil und notwendigen, teils variierenden Businessplan-Anlagen.

Herausforderung:

In Deutschland gibt es momentan Fitnessstudios wie Sand am Meer. Darüber musst Du Dir bei der Gründung Deines eigenen Studios bewusst sein.

Marktsituation:

In den letzten Jahren (seit 2006) hat sich die Branche verändert. Bei der letzten detaillierten Erhebung des Statistischen Bundesamtes blieben über 80 Prozent der Studios unter 250.000 EUR Jahresumsatz (netto), noch fast 50 Prozent setzten nicht mehr als 100.000 EUR um – im Jahr 2010 lag der Jahresumsatz von 41,3 Prozent der Fitnessstudios über 250.000 EUR, nur ein gutes Fünftel blieb noch unter 100.000 EUR im Jahr.Damals beschäftigte knapp ein Viertel mehr als 9 Mitarbeiter – aktuell ist es fast die Hälfte.

Nach Angaben des DSSV vereinen die sieben größten Fitness-Unternehmen gut 10 Prozent des Branchenumsatzes auf sich (2011), dies unterstreicht den mittelständischen Charakter der Branche. Der durchschnittliche Umsatz dieser Ketten erreicht inzwischen kaum 1 Mio. EUR im Jahr – ein Wert, der nicht nur von der Zahl der Mitglieder, sondern auch vom Mitgliedsbeitrag abhängt und von den Discountpreisen vieler Ketten bestimmt wird.

Beiträge um die 100 EUR pro Monat zahlen Trainingswillige nur für eine erstklassige Ausstattung und Betreuung, oder aber für „große“ Namen, seien es Konzepte der Stars unter den Fitness-Gurus oder Lizenz-Studios unter der Markennamen von Musik- oder Schauspielstars.

Aufbau des Businessplans – Was sind die wichtigen Inhalte?

Lösungen:

Der Businessplan-Textteil sollte wie folgt gegliedert sein:

  • Zusammenfassung / Executive Summary
  • Geschäftsidee
    • Wie funktioniert Dein Geschäftsmodell als Fitnessstudio-Betreiber?
    • Was sind Deine Alleinstellungsmerkmale und Dein Kundennutzen?
  • Gründerperson / Gründerteam
    • Motivation für die Gründung als Fitnessstudio-Betreiber?
    • Qualifikationen / Branchenkenntnisse / kaufmännische Kenntnisse
    • Soziale Kompetenzen / Teamkompetenzen als Fitnessstudio-Betreiber
  • Marktanalyse und Wettbewerbsanalyse
    • Marktanalyse (Marktvolumen, Marktwachstum, Markttrends, Marktanteil)
    • Konkurrenzanalyse (Stärken und Schwächen der Mitbewerber und eigene Wettbewerbsvorteile)
    • Zielgruppenanalyse (Kunden- und Kundengruppen)
  • Marketingplan
    • Preisstrategie
    • Vertriebswege
    • Markteintrittsbarrieren
    • Werbemittel
  • Organisation
    • Rechtsform
    • Organigramm (Beschreibung von Funktionen und Aufgaben im Unternehmen)
    • Personalplanung
    • Standortanalyse
  • Realisierungsplanung
    • Beschreibung Status Quo und Realisierungsfahrplan
    • Meilensteine
  • Risikoanalyse
    • Stärken/Schwächen | Chancen/Risiken
    • Erfolgsfaktoren für die Umsetzung
    • Umgang mit Schwächen und Risiken
  • Finanzanalyse
    • Beschreibung der Absatzprognosen und Kalkulationsgrundlagen
    • Beschreibung der notwendigen Investitionen und Betriebsmittel
    • Break-Even-Analyse
    • Gesamtkapitalbedarf und Finanzierung

Im Businessplan-Finanzteil müssen folgende Teilplanungen erstellt werden:

  • Umsatzplanung auf der Basis der getroffen Absatzprognosen und Planungsprämissen,
  • Materialkostenplanung bzw. Planung von Fremdleistungen,
  • Personalplanung,
  • Planung sonstiger Gemeinkosten,
  • Planung der Investitionen,
  • Steuerplanung,
  • Rentabilitätsplanung,
  • Planung der Liquidität (Liquiditätsplanung) auf Basis der getroffenen Prämissen zu Einnahmen und Ausgaben,
  • Planung des Kapitalbedarfs und
  • Planung der Finanzierung und des Kapitaldienstes.

Benötigte Zeit: 1-2 Monate

Wie können wir helfen?

Für eine professionelle Unternehmensberatung stehen wir Dir gerne zur Verfügung – kontaktiere uns einfach telefonisch unter 0671-97050840 oder nimm über das Online-Formular Kontakt zu uns auf.

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