Businessplan-Gliederung – Welchen Inhalt hat der Businessplan?

Businessplan-Gliederung: Gibt es nur eine gültige Businessplan-Gliederung?

Gibt es eine allgemein gültige Businessplan-Gliederung? Ist der Inhalt eines Businessplan zwingend vorgeschrieben? Vorweg ein Paukenschlag. Nein, es gibt keine allgemein gültige Businessplan-Gliederung und keinen verbindlichen Businessplan-Inhalt. Wie das Vorhaben ist auch die Gliederung Deines Businessplan ein Stück weit individuell. Je nach Geschäftsvorhaben muss man vielleicht ein wenig stärker gliedern, oder eben nicht.

Entgegen vieler im Netz kursierender Muster-Businesspläne und Anleitungen für Businessplan-Gliederungen, sind wir die Verfechter eines individuellen Businessplan und damit auch einer individuellen Businessplan-Gliederung.

Businessplan-Gliederung: Welche Kapitel sind ein Muß?

Welche Inhalte auf jeden Fall in Deiner Businessplan-Gliederung enthalten sein sollten, erfährst Du jetzt:

Inhaltsverzeichnis

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber leider sehen wir viele Businesspläne ohne entsprechendes Inhaltsverzeichnis. Wenn Deine Businessplan-Gliederung individuell ist, solltest Du dem Leser die Chance geben, sich schnell in Deiner Businessplan-Gliederung zurecht zu finden.

Inhaltsverzeichnisse können heute mit den entsprechenden Textverarbeitungsprogrammen automatisch erstellt werden. So kann man optisch ansprechend in die Gliederung seines Businessplan einleiten und eine Orientierung für den Leser geben.

Zusammenfassung / Executive Summary

Hier gilt es einen Überblick über den Inhalt Deines Businessplan zu geben. Die Executive Summary / Zusammenfassung stellt einen Kurzüberblick über den gesamten Businessplan dar. Es macht daher Sinn, dieses Kapitel als letztes zu schreiben.

Investoren (Banken, Fördermittelgeber, Risikokapitalgesellschaften (VC)) lesen in der Regel zuerst die Executive Summary und springen dann in die Finanzplanung. Erst in einer späteren Detailanalyse werden sich die Kapitel der Businessplan-Gliederung im Detail angeschaut. Daher merkst Du, welcher Bedeutung der Executive Summary beikommt. Bei einer schlechten Zusammenfassung kann das Projekt bereits als uninteressant abgelehnt werden. Daher sollte der Executive Summary eine hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Alle wesentlichen Inhalte des Businessplans müssen hier auf den Punkt gebracht werden. Ein Augenmerk ist dabei besonders wichtig: “What is the deal?”, also “Was ist das Geschäft / Geschäftsmodell?”. Viele Gründer verlieren sich in der Executive Summary in Superlativen über Ihr Produkt / Dienstleistung und vergessen, was Sie an wen verkaufen wollen.

Eine Executive Summary sollte nicht mehr als 1,5 Seiten Deines Businessplan ausmachen.

Bei Risikokapitalgesellschaften macht es Sinn, neben einem persönlichen Anschreiben vorerst nur eine Executive Summary zu verschicken mit dem Hinweis, dass bei Interesse der komplette Businessplan zugesendet werden kann.

In diesem Artikel haben wir ausführlich über das Executive Summary geschrieben.

Geschäftsidee / Leistungsangebot

Im Kapitel Geschäftsidee / Leistungsangebot der Businessplan-Gliederung, wird die Geschäftsidee genau beschrieben. Es geht darum, auf einfache, für Laien verständliche Weise zu erläutern, wie konkret das Geschäftsmodell der Existenzgründung aussehen soll. Auch hier muss, wie auch in der Zusammenfassung klar werden, wie letztendlich mit dem Geschäftsmodell Geld verdient werden soll. Wenn mehrere Produkte oder Leistungen angeboten werden, sollten diese Leistungen auch so detailliert wie möglich beschrieben werden.

Schaut Euch auch hierzu unseren Artikel zur Geschäftsidee-Beschreibung im Businessplan an.

Standortanalyse

Wenn die Standortanalyse in einem separaten Kapitel der Businessplan-Gliederung gefasst wird, ist hier Raum dafür. Zur Standortanalyse haben wir bereits in einem ausführlichen Artikel geschrieben. Ihr solltet für Euch bei der Bewertung von mehreren Standorten eine Nutzwertanalyse erstellen, um so objektiv den idealen Standort zu finden, der am ehesten Euren Kriterien entspricht.

Zielgruppenanalyse

Auch die Zielgruppenanalyse kann ein separates Kapitel in der Businessplan-Gliederung sein, auch wenn es ein Bestandteil des Geschäftsmodells ist. Für uns ist eine Zielgruppe immer eine Person, eine Art Musterkunde. Auch wenn Du ein Business-to-Business-Geschäft (B-to-B) anstrebst, so ist der Entscheider einer Firma, immer eine Person aus Fleisch und Blut. Je konkreter Du Dir eine Person vorstellen kannst, desto eher wirst Du auf Deine Zielgruppe treffen, sowie konkrete Marketing- und Vertriebsaktionen für Deine Zielgruppe entwickeln können.

Gründerperson / Gründerteam

Ein Investor, also in der Regel der Leser Deines Businessplans investiert in 2 Sachen. Die Idee und in die Gründerperson bzw. das Gründerteam. Das was ich jetzt schreibe, gilt sowohl für die EinzeDas heisst, neben der Idee musst Du / Ihr mit Deinen / Euren Erfahrungen und Kompetenzen zeigen, dass Du / Ihr in der Lage bist

Markteinschätzung / Marktanalyse

Markteinschätzung und Wettbewerbsanalyse gehen Hand in Hand. In der Marktanalyse ist das Ziel zu definieren, wie groß Dein Markt ist, ob es sich dabei um einen wachsenden oder schrumpfenden Markt handelt und ob es sich um einen schnelllebigen oder einen konservativen Markt handelt. Auch neue Markttrends und deren Beeinflussung des Kundenverhaltens sind hier zu betrachten.

Wettbewerbsanalyse

 

Marketing und Vertrieb

 

Chancen und Risiken / SWOT-Analyse

 

Finanzplanung

 

Anhang

 

 

Wenn Ihr einen kostenfreien Check Eures Businessplan oder Eurer Businessplan-Gliederung haben wollt, nutzt unser Kontaktformular.

 

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.