Startup gründen

Ein Startup gründen – So gründest du dein eigenes Startup

Startups stellen nur einen kleinen Teil der Gründungen dar, aber trotzdem reden gefühlt alle von ihnen. Man sieht sie als wichtigen Antrieb für die Wirtschaft und auch den sozialen Fortschritt, da sie nicht nur Jobs schaffen, sondern vor allem auch neuen Ideen und Technologien zum Durchbruch verhelfen. Sie trumpfen mit neuen Geschäftsmodellen auf und fordern so die etablierten Marktführer heraus, wodurch sie quasi eine Renovierung der gesamten Wirtschaft anstoßen.

Oft erwischen wir uns in Deutschland dabei, wie wir neidisch auf die teuersten und innovativsten Startups in den USA blicken. Was wir dabei aber gerne vergessen: Auch die deutsche Startup-Szene kann sich sehen lassen. Wir müssen uns nur richtig bewusst machen, wie kreativ und lebendig sie bereits ist. Nicht zuletzt im Bereich der Finanzierungsmöglichkeiten hat Deutschland richtig nachgelegt. Also worauf noch warten? Du hast eine (realistische) Geschäftsidee im Kopf, mit der du dein eigenes Startup gründen und durchstarten willst? Dann leg los, mache aus deinem Traum Wirklichkeit!

Definition: Was ist ein Startup?

Oft verwendet man den Begriff Startup als Synonym für alle Arten von Unternehmensgründungen, die modern und frisch erscheinen. Wer allerdings beispielsweise von “Startup gründen” spricht und ein Nagelstudio in seiner Stadt eröffnet, kann ein noch so modernes Konzept haben: Er ist kein Startup.

Wir sprechen von einem Startup, wenn jemand ein Unternehmen mit neuartiger Geschäftsidee und einer hohen Wachstumsmöglichkeit gründet.

Abgesehen von dieser Definition sehen wir in Startups aber auch ein gewisses “disruptives” Selbstverständnis: Sie hinterfragen gewohnte Abläufe und versuchen sich an Neuem. Sie haben ein Gespür für Trends und dafür, was der Mensch sich wünscht und benötigt. Ihre Devise: “Einfach mal machen, man lernt aus seinen Fehlern”. So können sie neue Entwicklungen schneller aufgreifen und in neue, innovative Produkte umwandeln.

Was kennzeichnet die Startup-Kultur sonst noch?

Lernwillen, Offenheit und auch die Bereitschaft, jede Betrachtungsweise zu hinterfragen: Das sind weitere Kennzeichen von Startups. Ein Tischkicker im Pausenraum alleine macht hingegen noch kein Startup. Stattdessen braucht es flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege sowie eine entspannte, “lockere” Atmosphäre und Vertrauen in die Kompetenzen der Mitglieder des Teams.

Ein Startup gründen – Das sind wichtige Schritte

Das beschriebene Mindset spricht dich an und du erkennst dich darin wieder? Du willst jetzt endlich dein eigenes Startup gründen? Dann leg los, wir erklären im Folgenden, welche Schritte zu gehen sind:

1. Geschäftsidee

Es beginnt alles mit der Geschäftsidee. Manche haben Glück und sie fällt ihnen quasi einfach vor die Füße. Aber das ist nicht die Regel: Die Geschäftsidee ist meist das Produkt intensiver Arbeit. Viele Gründer*innen betätigen sich schon längere Zeit in einer Branche bzw. arbeiten intensiv an einem Thema, bevor ihnen die zündende Idee kommt, aus welcher sich eine Existenzgründung entwickeln kann.

Du hast noch keine Idee, um ein Startup zu gründen? Dann gehe mit offenen Augen und Ohren durch die Welt und achte auf noch ungelöste oder nur ungenügend gelöste Probleme.

Wenn du eine gute Idee hast, folgt der nächste Schritt: Prüfe kritisch, ob die Idee schon an anderer Stelle umgesetzt wurde und falls ja, ob du etwas bzw. was du verändern könntest. Lässt sich deine Idee zum Beispiel auf eine innovative Weise umsetzen? Am besten so, dass die Bedürfnisse der Zielgruppen einfach besser erfüllt werden können?

2. Geschäftsmodell

Die Geschäftsidee für dein Startup steht? Wunderbar. Mit den zuvor gestellten Fragen hast du schon die Weichen für dein Geschäftsmodell gestellt.

Was ist ein Geschäftsmodell?

Das Geschäftsmodell stellt grob die Funktionsweise eines Unternehmens dar. Es beantwortet unter anderem die elementaren Fragen:

  • Was bietet das Unternehmen an?
  • Wie erreicht das Angebot die Kunden?
  • Wie verdient das Unternehmen Geld?

Was das Geschäftsmodell für dein Startup auf jeden Fall erfüllen muss: Es muss skalierbar und innovativ sein. Skalierbar bedeutet, dass sich auf der einen Seite die Umsätze erhöhen lassen, ohne dass auf der anderen Seite personeller und finanzieller Aufwand parallel mitwachsen.

Innovationen können auf alle Ebenen des Geschäftsmodells übertragen werden. Wichtig ist nur, dass man die einzelnen Teile des Geschäftsmodells so gestaltet, dass sie in Summe perfekt auf die Bedürfnisse der Kund*innen passen.

>> Hier findest du übrigens 55 innovative Geschäftsmodelle zum Nachmachen. <<

Einfach mal machen!

Ran ans Geschäftsmodell!

3. Proof of Concept

Deine Geschäftsidee hat Marktpotenzial und ein erstes Geschäftsmodell steht, um dein Startup zu gründen? Prima, nun ist es an der Zeit für einen Test, ob es auch “funktioniert”. Mit einem möglichst geringen Aufwand solltest du nun herausfinden, ob deine Lösung (in der Zielgruppe) gut ankommt. Diesen Test nennt man Proof of Concept (kurz: PoC).

Wie hilft dir ein Proof of Concept?

Ein PoC “schützt” Gründer*innen von davor, mehr Zeit Zeit und Geld als nötig in ein Produkt zu investieren, das letzten Endes vielleicht doch zum Ladenhüter würde, weil nicht verstanden wurde, was die Zielgruppe will. Je innovativer die Geschäftsidee, desto wichtiger ist eben auch ein Proof of Concept.

Wie genau ein solcher Proof of Concept aussieht, ist abhängig vom Geschäftsmodell. Oft kann eine einfache Website schon ausreichen, um zu testen, wie die Nachfrage ausfällt.

Die daraus gewonnenen Erkenntnisse helfen dann dabei, das zuvor erstellte Geschäftsmodell für dein Startup zu verfeinern.

4. Businessplan + Finanzplan

Nachdem du eine Geschäftsidee gefunden, ein passendes Geschäftsmodell erstellt und auch vielleicht schon ein Proof of Concept durchgeführt hast, stehst du nun vor einem weiteren großen Schritt: Du brauchst einen Businessplan. Warum? Wenn du ein Startup gründen willst, gehst du mit deinem Businessplan gut vorbereitet an den Markt, er dient dir als Strategie- und Handlungskonzept.

Was muss in einem Businessplan stehen?

Der Textteil des Businessplans beschreibt unter anderem detailliert, was du vorhast, was deine Idee auszeichnet und von anderen abhebt und warum du genau die richtige Person bist, um sie umzusetzen. Des Weiteren “übersetzt” der enthaltene Finanzplan den Textteil in Zahlen, das bedeutet, dass du die Entwicklung der Einnahmen, Ausgaben und des Kapitalbedarfs in den ersten drei Jahren aufzeigst und auch, wie du an Kapital kommst, welches du benötigst, um dein Startup zu gründen.

Natürlich ist der Businessplan vor allem auch für Investierende und Banken / Kreditinstitute von Interesse. Aber auch, wenn du kein Fremdkapital benötigst, dient er vor allem dir selbst als Orientierungshilfe und verschafft dir einen guten Überblick über die Chancen und Risiken und wie du sie vernünftig einschätzt.

Worauf wartest du?

Schreibe jetzt deinen Businessplan und starte durch!

5. Pitch

Wenn deine Planung (weitgehend) abgeschlossen, ist es nun an der Zeit, Geld zu beschaffen, das du benötigst, um dein Startup zu gründen und einen guten Start zu haben. Es gibt einen guten Weg, um Investoren und andere Unterstützer auf deine Seite zu ziehen: Ein messerscharfer Pitch.

Ein Pitch ist eine kurze, möglichst packende Präsentation von deiner Geschäftsidee und den Erfolgsaussichten deines Vorhabens. Die Kunst liegt darin, innerhalb weniger Minuten das Interesse der Zuhörer für dein Startup zu entfachen.

Was muss ein Pitch enthalten?

Dein Pitch sollte möglichst kurz und bündig folgende Fragen beantworten:

  • Wer bist du?
  • Was hast du vor?
  • Was ist das Besondere an deiner Idee?
  • Wie groß ist der Markt?
  • Wie viel Kapital brauchst du?

Was macht ein Startup profitabel?

Berühmte Erfolgsgeschichten der ganz großen Startups, die wie aus heiterem Himmel komplette Branchen auf den Kopf gestellt und enormes Wachstum verzeichnen konnten, kennt fast jeder von uns. Aber wie haben sie das eigentlich geschafft? Was ist das Geheimnis, das ihnen zu so einem Erfolg verholfen hat?

Die schlechte, aber nicht allzu überraschende Nachricht vorweg: Es gibt kein allgemeingültiges Erfolgsrezept für Startups. Glück und gutes Timing gehören immer dazu, wenn man erfolgreich sein will. Aber trotzdem lassen sich Muster erkennen, die sich Startup-Gründer*innen verinnerlichen sollten.

“Muster” erfolgreicher Startups

  • Die ganz großen, erfolgreichen Startups reagieren mit ihrem Angebot meist auf einen ganz konkreten Bedarf, der sich auch nachweisen lässt. Du bist in deinem Alltag auf ein Problem gestoßen und hast vielleicht schon eine clevere Lösung dafür im Kopf? Super, dann bist du schon auf einem guten Weg.
  • Die Lösung sollte innovativ sein. Für den wirtschaftlichen Erfolg ist das heutzutage wichtiger denn je. Es ist aber nicht unbedingt eine innovative Technologie erforderlich. “Innovativ” kann sich beispielsweise auch auf den Vertriebsprozess beziehen, der vielleicht komplett anders als gewohnt ist, oder aber eine neue, noch bequemere Art des Bezahlens.
  • Die Top-Startups werkeln sich nicht heimlich, still und leise was zurecht, bis sie ein marktreifes Angebot haben. Stattdessen gehen sie früh in regelmäßigen Austausch mit ihrer Zielgruppe. Essentiell ist hier ein tiefes und grundlegendes Verständnis für die Bedürfnisse der Menschen – nicht nur für Startups, aber hier natürlich besonders.
  • Bleib stets lernfähig und flexibel. Das Problem, dessen Lösung du versprichst, ist wichtiger als die Lösung selbst. Wenn die erste Idee für eine Lösung nicht funktioniert, halte dich nicht lange mit ihr auf, sondern suche eine neue Lösung.
  • Typisch für Startups: Große Unsicherheit. Daher ist es umso wichtiger, das Risiko so klein wie möglich zu halten. „Einfach machen“ heißt nicht, dass du blindlings losrennen und alles auf eine Karte setzen sollst. Ganz im Gegenteil: Ein erfolgreiches Startup riskiert nur genau so viel, wie es sich auch leisten kann. Und der nächste Schritt wird immer dann getan, wenn man sich sicher ist, dass die Richtung stimmt.

Die Phasen eines Startups

Jedes Startup durchläuft in seinem „Leben“ bestimmte Entwicklungsphasen, die jeweils typische Aufgaben und Risiken aufweisen. Der Finanzierungsbedarf bzw. die Finanzierungswege, die zur Verfügung stehen, variieren ebenfalls von Phase zu Phase.

Es ist sehr hilfreich, wenn du den typischen Entwicklungsverlauf eines Startups kennst, denn so kannst du dich besser auf die jeweiligen Anforderungen vorbereiten und die Finanzierung effektiver planen.

1. Seed-Phase

Die sogenannte Seed-Phase beinhaltet Planung und Vorbereitung der Gründung. Wie das Wort bereits sagt, setzt du hier den Samen (englisch: seed) für dein Startup-Pflänzchen in den Boden. Wichtige Meilensteine in der Seed-Phase: Geschäftsidee, Geschäftsmodell, Businessplan, Produktentwicklung inklusive Proof of Concept.

Die Finanzierung der Ausgaben, die in dieser Phase in Relation gesetzt noch überschaubar sind, erfolgt in den meisten Startups entweder aus eigenen Ersparnissen oder auch gerne mal aus Darlehen von Familie und/oder Freunden.

Wenn der Kapitalbedarf anfangs jedoch schon so hoch ist, dass „echtes“ Fremdkapital benötigt wird, musst du bei deiner Bank eher gar nicht erst anfragen. Das Risiko ist in dieser frühen Phase viel zu hoch, als dass Banken oder Sparkassen hierfür Kapital zur Verfügung stellen würden.

Alternativen zu Fremdkapital über die Bank sind:

  • Business Angel, die sich bereit erklären, in dieser frühen Phase in deine Idee und dich zu investieren;
  • Crowdfunding- oder Crowdinvestingkampagnen aufziehen. Der positive Nebeneffekt hierbei ist, dass du direkt einen Proof of Concept hast, wenn es dir gelingt, die Masse (englisch: crowd) zu überzeugen dich zu unterstützen. Diesen Proof of Concept kannst du in der nächsten Finanzierungsrunde gegenüber den Investierenden vorbringen.

2. Startup-Phase

In die Startup-Phase gelangt dein Unternehmen bei der tatsächlichen Gründung, also mit Anmeldung beim Gewerbeamt. Folgende Aufgaben hast du nun:

  • Präsentation eines marktreifen Produkts,
  • Organisation des Markteintritts,
  • Aufbau des Vertriebsnetzes,
  • Ankurbeln des Marketings.

Was ist die größte Herausforderung in dieser Phase?

Du musst nun nicht mehr nur die Anfangsinvestitionen stemmen, sondern es entstehen auch laufende Kosten wie z.B. für Strom, Miete, Personal, Versicherungen, aber auch für private Lebenshaltungskosten. Die Umsätze dagegen steigen aber eher nur langsam. Das heißt, oberste Priorität hat hier, dass du deine Zahlungsfähigkeit sicherst!

Viele Startups finanzieren sich in dieser Phase über Eigenmittel, das ergänzt wird durch Beteiligungskapital, bspw. von Venture-Capital-Gesellschaften. Eine große Rolle spielen hier aber auch öffentliche Förderprogramme, die die Landesbanken oder die KfW-Bank zur Verfügung stellen zur Förderung von Startups. Diese sind häufig verbunden mit mit klassischen Bankkrediten, welche du in der Startup-Phase als weiteren Finanzierungsbaustein berücksichtigen solltest.

3. Aufbauphase

Wenn die Geschäfte deines Startups mal so richtig angelaufen sind, ist es nun in der sogenannten Aufbauphase angelangt. Nach und nach spielt sich eine gewisse Routine ein: Du kannst nun Abläufe im Unternehmen optimieren und die gesamte Organisation professionalisieren. Oftmals werden jetzt auch erste Mitarbeiter*innen zur Entlastung des Gründungsteams eingestellt.

Ein häufiges Kennzeichen der Aufbauphase ist, dass das Startup den Break-even erzielt ( das bedeutet den Übergang zur Gewinnzone). So kann das Startup wenigstens einen Teil des Finanzbedarfs für den Aufbau des Betriebs aus den Einnahmen decken.

Genauso gut kann es aber auch sein, dass dein Startup nicht in dieser Phase, sondern erst in der folgenden die Gewinnschwelle knackt. Nichtsdestotrotz ist die Bereitschaft zur Finanzierung von Banken und Investierenden in dieser Phase höher, weil sie die Erfolgsaussichten besser absehen können als in den vorigen Phasen.

4. Wachstumsphase

Dein Startup hat sich am Markt durchgesetzt? Wunderbar, dann steht der ersten großen Expansionsphase nichts mehr im Weg. Was nun zu tun ist:

  • Weiterentwicklung der Produkte,
  • Ansprechen neuer Zielgruppen,
  • Erweiterung des Vertriebssystems.

Das ist alles sehr kostenintensiv, darum ist der Kapitalbedarf für diese Phase entsprechend höher als in den vorangegangenen Phasen. Das Gute daran ist aber, dass das Risiko dagegen nicht mehr so hoch ist wie zuvor, da dein Startup ja nun schon bewiesen hat, dass es ein marktfähiges Geschäftsmodell hat.

In der Wachstumsphase hat die Finanzierung einen maßgeblichen Anteil an der Entscheidung, ob dein Startup auf lange Sicht am Markt stärker ist als die Konkurrenz und seine Rolle als Vorreiter behaupten kann. Je nach Größe und Zielen des Unternehmens kann es daher auch sinnvoll sein, den Börsengang in Betracht zu ziehen. Sollte dir das jedoch zu unrealistisch erscheinen, kannst du natürlich auch weiter auf Beteiligungskapital, Kredite und Förderprogramme setzen, um deine Ziele weiter zu verfolgen.

5. Reifephase

Wenn du mit deinem Startup die vorangehenden vier Phasen durchlaufen und überstanden hast, gelangst du nun in die Reifephase. Glückwunsch, da darfst du wirklich stolz sein. Von nun an kann dein “Baby” als etabliertes Unternehmen angesehen werden und den Startup-Status offiziell hinter sich lassen.

In der Reifephase verringert sich das Wachstum oft wieder auf ein “gewöhnliches” Maß und die Gewinne pendeln sich ein. Für die Finanzierung anstehender Investitionen kannst du nun aus erwirtschafteten Einnahmen schöpfen. Genauso können aber auch Gelder und Kredite von Investierenden infrage kommen.

Worauf kommt es in der Wachstumsphase an?

Es ist wichtig, dass du das Startup-Denken aus der Anfangszeit bewahrst, damit du nicht ins Hintertreffen gerätst. Denk immer daran, dass Innovationen dadurch entstehen, das man gewohnte Abläufe radikal hinterfragt. Du schützt dich und dein Unternehmen vor Fehlinvestitionen und kostspieligen Irrwegen, indem du dich immer an deiner Kundschaft und deren Bedürfnissen orientierst.

“Steckbrief” Gründer*innen/Gründerteam

Denkt man an Startup-Gründer*innen, so hat man schnell gewisse (Charakter)Eigenschaften im Sinn: Jung, risikofreudig, leistungsbereit bis zum Burnout. Allerdings ist dies nur ein Klischee und kommt nicht annähernd an die Realität heran. In Wahrheit ist die Welt der Startups und deren Gründer*innen um Welten bunter und vielfältiger.

Du solltest dich auf jeden Fall nicht einschüchtern lassen, wenn du dich bei der oben stehenden (klischeehaften) Beschreibung eines/einer typischen Startup-Gründers/Gründerin nicht wiedererkennst. Viel wichtiger ist doch, dass du deine Stärken kennst und ein Geschäftsmodell suchst oder schon hast, wo du diese Stärken gezielt einbringen kannst. Du hast dann lange Freude an deinem Startup, wenn es sowohl zu deiner Persönlichkeit, als auch zu deiner Lebenssituation passt. So kannst du dich auf lange Sicht reinhängen, ohne dich selbst zu verheizen. Und vor allen Dingen kannst du auf diese Weise wirklich authentisch dein Startup und dessen Werte vertreten.

Was tun, um Schwächen auszugleichen?

  • Schließe dich mit anderen zusammen, deren Fähigkeiten deine ergänzen;
  • Lagere die Tätigkeiten aus, die deinen Fähigkeiten widersprechen.

Die Hauptsache ist, dass du dich auf das konzentrierst, was du gut kannst.

Investierende stecken ihr Geld lieber in ein tolles Team mit einer passablen Idee als in eine tolle Idee, die jedoch nur von einem passablen Team in die Praxis umgesetzt wird. Dahinter stecken Erfahrungswerte: Ideen können sich ändern – ein Gründungsteam bzw. eine Persönlichkeit aber nicht.

Um ein erfolgreiches Startup gründen zu können, musst du weder superjung noch total hip sein. Wichtig ist, dass du dich stetig weiterentwickeln willst und bereit bist, auch mal riskante Entscheidungen zu fällen.

Wenn du trotz allem Zweifel hegst, ob du das Zeug hast, ein Startup zu gründen, sieh dich doch auch gerne mal in unseren Startup-Stories um. Hier tummeln sich die Gründer*innen verschiedenster Startups mit ganz unterschiedlichen Geschäftsideen und -modellen. Vielleicht dienen sie dir als Vorbild und machen dir Mut mit ihren Geschichten.

Chancen und Risiken

Ein Charakteristikum von Startups ist, dass sie mit ihren Geschäftsmodellen unbekanntes Terrain betreten. Das ist ihre größte Chance und zugleich auch größtes Risiko. Größte Chance, weil sie teils völlig neue Märkte stürmen und somit die Rolle des Vorreiters einnehmen. Wenn du Erste*r bist, ist die Konkurrenz zunächst egal, spätere Nachahmer müssen es erstmal schaffen, an dir vorbeizukommen.

Aber wie gesagt ist gleichzeitig auch sehr groß. Du könntest im Zweifelsfall auf keine Erfahrungswerte zurückgreifen, daher weißt du nicht, ob deine Lösung auch wirklich gut angenommen wird. Wie bereits weiter oben beschrieben, ist es daher umso wichtiger, ständig zu testen und nachzusteuern und einen engen Draht zur Zielgruppe zu haben.

Fördermöglichkeiten /-maßnahmen

Mit ihrer Erneuerungskraft geben Startups wichtige Impulse für die Wirtschaft. Sie sind Wegbereiter für neue Technologien und heben die Wettbewerbsfähigkeit eines kompletten Landes auf eine neue Ebene. Das sind die Gründe, warum der Staat an einer aktiven Startup-Kultur interessiert ist und sie fördert. Zum Beispiel gibt es hier die Programme ERP-Gründerkredit und ERP-Kapital für Gründung. Mit diesen Programmen unterstützt die KfW Startups bei ihrem Markteintritt mit attraktiven Darlehen.

Aber auch die Bundesländer bieten einen bunten Strauß an Förderprogrammen, welche sich teilweise sogar mit den anderen Programmen verbinden lassen.

Zusammenfassung

Wer ein Startup gründen möchte, hat eine spannende Herausforderung vor sich, die wirklich Freude bereiten kann. Die besten Voraussetzungen sind eine gute, frische Geschäftsidee, eine ausgereifte und realistische Planung sowie die typische Startup-Mentalität; wenn du diese Voraussetzungen erfüllst, hast du alle Werkzeuge, um ein erfolgreiches Startup zu gründen. Entscheidend dabei ist ein Team, das gut funktioniert.

Vielen Gründer*innen fällt es nicht zuletzt angesichts der vielfältigen Möglichkeiten zur Förderung schwer, passende Maßnahmen zu finden. Wenn ihr bei der Bewertung einer Geschäftsidee, der Erarbeitung und Erstellung von Geschäftsmodell und Businessplan oder aber bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten Hilfe braucht, meldet euch gern bei uns. In einem ersten kostenfreien Gespräch finden wir gemeinsam heraus, ob und wie genau wir euch unterstützen können.

Wir freuen uns darauf, von euch zu hören!

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