Einzelunternehmen – Was ist ein Einzelunternehmen?

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Einzelunternehmen – Was ist das?

Einzelunternehmen sind die häufigste Gesellschaftsform in Deutschland. Gerade bei Gründung eines Unternehmens wird sich für die Gesellschaftsform des Einzelunternehmers entschieden. Jeder Gründer muss sich zu Beginn seiner Selbständigkeit überlegen, welche Rechtsform sein Unternehmen haben soll. Die Wahl der Rechtsform hat Auswirkungen auf Recht, Haftung und Steuern. Für die Finanzieurng spielt die Rechtsform eher eine untergeordnete Rolle, da die meisten Förderkredite (z.B. der KfW) personengebundene Kredite sind.

Ein Einzelunternehmen ist im Grunde jede selbständige Aktivität, die durch eine Gewerbeanmeldung bei Selbständigen und mit der Beantragung einer Steuernummer bei Freiberuflern begründet wird. Einzelunternehmen heisst logischerweise, dass man das Unternehmen ohne Partner gründen möchte. Auch eine Kaptialgesellschaft (z.B. “Ein-Personen-GmbH) kommt für den Einzelunternehmer nicht in Betracht. Wenn man im Team gründen will, ist die einfachste Rechtsform für eine Mehrpersonen-Gründung die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Für Dich als Einzelunternehmer gelten somit die Regeln eines Kaufmanns nach §1 Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) oder §2 HGB (freiwillige Verpflichtung als Kaufmann durch Eintragung ins Handelsregister). Wenn man sich als Kaufmann im Handelsregister registriert hat, muss man den Namenszusatz “e.K” führen.

Wenn Deine Tätigkeit nach Art und Umfang keinen kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordert, Du also ein sogenannter Kleingewerbetreibender bist, gemäß §1 Abs. 2 HGB. Der Kleingewerbetreibende hat nichts mit dem Kleinunternehmerregelung zu tun.

Der Einzelunternehmer heißt Inhaber und nicht Geschäftsführer. Die Führung der Geschäfte obliegt dem Inhaber persönlich. Er darf hierfür keinen angestellten Geschäftsführer einstellen.

Wer haftet beim Einzelunternehmen?

Beim Einzelunternehmen haftet der Unternehmer persönlich, das bedeutet mit seinem Firmenvermögen, als auch mit seinem Privatvermögen. Die Haftung mit dem gesamten Vermögen ist sicher einer der größten Nachteile des Einzelunternehmens.

Welche Vorteile habe ich als Kleingewerbetreibender?

Wenn Du Kleingewerbetreibender bist und nicht ins Handelsregister eingetragen werden musst, dann brauchst Du zur Feststellung Deiner Gewinne oder Verluste nur eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Möglicherweise musst Du je nach Branche noch zusätzliche Aufzeichnungspflichten beachten.

Möglicherweise musst Du beim Erreichen bestimmter Wertgrenzen bei Umsatz und Gewinn bereits eine Steuerbilanz nach $141 Abgabenordnung erstellen, obwohl Du handelsrechtlich nicht bilanzierungspflichtig bist.

Wenn Du als Unternehmer die Kaufmannseigenschaften nach §1 und §2 HGB erfüllst und kein Kleingewerbetreibender bist, musst Du unabhängig von der Steuerbilanz auch handelsrechtlich bilanzieren, dass heisst Du bist nach dem Handelsgesetzbuch zu Buchführung und Bilanzierung verpflichtet.

Wenn jetzt die Verwirrung perfekt ist, empfehlen wir Euch einen Termin beim Steuerberater, den wir Euch gern auch aus unserem Netzwerk vermitteln können.

Wenn Ihr Unterstützung bei der Gründung eines Einzelunternehmen braucht, oder wissen wollt, ob das Einzelunternehmen die richtige Gesellschaftsform für Euer Vorhaben ist, dann meldet Euch bei uns über unser Kontaktformular.

Kommentare von Einzelunternehmern sind natürlich auch herzlich willkommen.

Euer start!up – Team – Unternehmensberatung aus Bad Kreuznach, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

 

Written by Andreas Herzog
Hallo ich bin Andreas. Ich habe 2007 start!up consulting gegründet, um Existenzgründer auf dem Weg in die Selbständigkeit zu unterstützen. Dabei bediene ich mich unkonventioneller Methoden, versuche keinen Berater heraushängen zu lassen und bringe Deine Idee zum Erfolg.