Gründer-Story: Wechselpilot

Gründer-Story: Jan Rabe und sein Wechselpilot

Was ist Deine Geschäftsidee?

Wechselpilot ist ein Wechselservice für Strom- und Gaskunden. Nach einmaliger Anmeldung suchen wir den besten Tarif für unseren Kunden und kümmern wir uns um den Vertragswechsel. Da durch jährlichen Vertragswechsel erhebliche Einsparungen möglich sind, überprüfen wir den bestehenden Tarif jedes Jahr. Wir informieren dann über ein mögliches Angebot und der Kunde kann sich entscheiden, ob er dieses annehmen möchte. Der Dienst lässt sich dabei auch völlig automatisieren, wodurch der Kunde keinen weiteren Aufwand mehr hat und wir kümmern uns um alle bürokratischen Aufgaben. So können wir etwa 20 bis 30 Prozent Einsparungen bei den Energiekosten für unsere Kunden rausholen. Unsere Servicegebühr beträgt 20% der tatsächlichen Einsparung.

Wie bist Du auf diese Idee gekommen?

Mein Mitgründer Max und ich hatten bereits einige Jahre in der Energiewirtschaft hinter uns. Mit unserem ersten Unternehmen haben wir automatisierte Algorithmen für Versorger programmiert, die den Handel optimieren sollten. Ausganspunkt für die Gründung von Wechselpilot war aber unser Freundes- und Bekanntenkreis, von dem wir immer wieder die gleichen Fragen hörten: Welche Anbieter lohnen sich? Wie kann man Geld sparen? Die Antwort ist ja eigentlich einfach: regelmäßig die Tarife vergleichen und jährlich wechseln. Als wir aber gemerkt haben, dass selbst diese Lösung die meisten Nutzer überfordert, haben wir uns auch hier an ein automatisiertes Programm gesetzt. Das war also der Anfang von Wechselpilot. Nach und nach haben wir unseren Prototypen weiter ausgebaut und sind schließlich 2017 live gegangen.

Wie war es, als Du den ersten Verkauf bzw. den ersten Kunden gewonnen hast?

Elektrifizierend 😉

Was war Deine beste und Deine schlechteste Erfahrung als Entrepreneur bis jetzt?

Die eine oder andere schlechte Erfahrung gab es im Laufe der Zeit sicher mal, aber nichts worüber ich klagen könnte. Das Wichtigste in der Anfangszeit von Wechselpilot war für mich auf jeden Fall, dass ich mit Max einen Partner hatte, mit dem ich alles bis ins Detail durchspielen konnte. Trotzdem gab es, vor allem am Anfang, viel mehr Arbeit, als wir beide alleine hätten schaffen können. An dieser Stelle war die finanzielle und beraterische Unterstützung unserer Business Angel besonders hilfreich, die teilweise sogar in der Aufbauphase mitgearbeitet haben. Eine weitere Schwierigkeit war das Finden von Leuten, mit denen man zusammenarbeiten möchte. Hier hat es uns geholfen, dass wir durch unsere bisherigen Firmen bereits Kontakte hatten und gute Agenturen kannten. Das hat uns jede Menge Zeit und Nerven gespart.

Wenn Jemand den gleichen Weg gehen will, was würdest Du ihm raten? Was wären die ersten Schritte?

Findet den richten Partner! Als wir damals unseren ersten Gesellschaftsvertrag unterschreiben wollten, warnte uns der zuständige Notar und verglich ihn mit einem Ehevertrag. Man sollte sich bewusst sein, dass man in jedem Fall sehr viel Zeit mit seinem Partner verbringen wird. Wahrscheinlich telefoniere ich mehr mit Max als mit meiner Frau. Daher ist es wichtig, dass man sich in jeder Situation vollständig auf den Anderen verlassen kann. Rückschläge wird es immer geben, diese gilt es, zusammen mit seinem Partner, zu bewältigen. Dafür muss es zwischen beiden jedoch sehr gut funktionieren.

Auch ungemein wichtig ist, dass man nicht unbedingt jede Kleinigkeit bis ins letzte Detail analysieren muss. Manchmal ist es besser, einfach mal zu machen. Testen und Scheitern ist oft der beste Weg, etwas zu verbessern. Risiken gibt es immer, davon sollte man sich jedoch nicht verunsichern lassen, da verliert man nur Zeit.

Und als letztes: Es sollte einem klar sein, was für eine extreme Menge an Arbeit auf einen zu kommt. Es wird ein großes Maß an Selbstdisziplin gefordert, da es – vor allem in den ersten Jahren – nahezu unmöglich sein wird, eine Work-Life Balance zu finden. Als Selbstständiger geht dies noch ganz gut, aber als Unternehmer ist die eigene Firma das ganze Leben. Man muss ein Produkt aufbauen und weiterentwickeln, unter Zeitdruck und mit begrenzten Ressourcen. Besonders intensiv und zeitaufwendig ist hier das erforderliche Fundraising: Man muss Leute von seiner Idee überzeugen und dazu bringen, an seine Idee zu glauben, sie begeistern. Das gute daran: Die Mühe ist es jede einzelne Sekunde wert.

Was sind deine nächsten Schritte?

Themen gibt`s genug, aber in den nächsten Monaten wollen wir in einige interne Prozessen mehr Effizienz reinbringen und am Einhalten von Fokus arbeiten. Darauf freue ich mich.

Wo kann man mehr von Dir und Deiner Idee erfahren?

https://www.wechselpilot.com/faq/

 

 

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