Gründerperson im Businessplan

Die Gründerperson im Businessplan richtig beschreiben

Du willst Banken, Investor*innen oder auch die Agentur für Arbeit von deinem Unternehmen überzeugen? Dann ist es elementar, deine Gründerperson im Businessplan zu beschreiben. Denn: eine gute Geschäftsidee alleine reicht nicht aus, nur von fähigen Personen kann sie zum Erfolg geführt werden.

Welche Fähigkeiten hast du – und woran hapert es? Beschreibe deine Person ganz nüchtern. Banken sowie Fördermittelgeber*innen sehen ganz genau hin; Blender*innen fallen sofort durch. Schwächen sind sympathisch und kommen gut an – sofern du bereit bist, daran zu arbeiten.

Definition Gründerperson

Unter Gründerperson versteht man den- bzw. diejenige*n, der bzw. die entweder alleine oder gemeinsam mit weiteren Gründerpersonen (also Gründerteam) ein Unternehmen gründet. Die Gründerperson bzw. das Gründerteam spielen für den Gründungserfolg eine zentrale Rolle.

Schnelldurchlauf

  1. Warum wollen Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit gehen?
  2. Warum musst du in deinem Businessplan dich als Gründerperson beschreiben?
  3. Was ist wichtig für eine Beschreibung der Gründerperson im Businessplan?
  4. Lerne erfolgreiche Gründer*innen kennen
Gründerperson im Businessplan: Wer steckt hinter Geschäftsidee?
Die Beschreibung der Gründerperson im Businessplan: Wer steckt hinter der Geschäftsidee?

Motiv: Warum willst du dich selbstständig machen?

Für Existenzgründer*innen gibt es ganz unterschiedliche Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit. Gute und schlechte Motive gibt es nicht. Wichtig ist einzig und allein, dass DU weißt, warum du dich selbstständig machst. In schwierigen Zeiten hilft dir das, den Mut nicht zu verlieren.

Wir unterteilen die Motive gerne in drei Kategorien:

  • Wirtschaftliche Gründe,
  • berufliche Gründe,
  • individuelle Gründe.

Wirtschaftliche Gründe

Manche Existenzgründer*innen gründen aus der Arbeitslosigkeit heraus oder aber sehen einfach keine Möglichkeiten, eine für sie ansprechende Festanstellung zu erreichen. Über die Selbständigkeit wollen sie schließlich wieder Fuß fassen.

Berufliche Gründe

Es gibt Existenzgründer*innen, die sich zwar in einer Festanstellung befinden, jedoch keine Chance mehr auf eine berufliche Weiterentwicklung sehen. Dies gilt sowohl für die Arbeit an sich als auch für die entsprechende Entlohnung. Sie wollen dann zu neuen Ufern aufbrechen.

Individuelle Gründe

Viele Gründer*innen wollen einen Traum umsetzen. Eine Geschäftsidee, die sie vielleicht schon seit langer Zeit im Kopf haben und die sie schließlich umsetzen wollen. Ein weiterer Wunsch ist oftmals, mehr Freiheiten zu haben, flexibler arbeiten zu können und einfach selbst bestimmen zu können.

Warum ist die Gründerperson für den Businessplan wichtig?

Die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Unternehmens steht und fällt also mit der Gründerperson. Denn was macht die Gründerperson? Sie liefert die Idee, bringt vorhandenes Knowhow ein, erarbeitet ein Geschäftsmodell, recherchiert potentielle Geldgeber*innen, führt schließlich auch Gespräche mit ihnen und vieles mehr. Die Gründerperson ist in der Regel auch das Gesicht des Unternehmens und verleiht ihm ihren ganz persönlichen Stempel. Daher befassen sich mittlerweile auch ganze Studiengänge mit dem Thema Entrepreneurship. An der Gründerperson führt einfach kein Weg vorbei.

Wie auch bei vielen anderen Themen, sind sich Wissenschaftler*innen bei der Beschreibung der Gründerperson im Businessplan nicht einig. Übereinstimmung findet sich bei den Punkten Branchen- und Führungserfahrung sowie mikrosoziales Umfeld. Diese Faktoren haben einen direkten Einfluss auf die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Aber wie so oft gilt auch bei diesem Thema: Letzten Endes ist die jeweilige Branche entscheidend dafür, welche Fähigkeiten relevant für deinen unternehmerischen Erfolg sind.

Branchenerfahrung

Klingt banal, aber: Je mehr Expertenwissen du hast, desto wahrscheinlicher ist dein unternehmerischer Erfolg. Im Bestfall hast du schon eine Ausbildung in der Branche gemacht, warst jahrelang auf unterschiedlichen Hierarchieebenen in verschiedensten Unternehmen angestellt und verfügst über das absolute Insiderwissen. Und den Markt sowie alle Konkurrenten kennst du sowieso aus dem sogenannten FF, kennst alle Produkte und Preise und verfügst auch über ein entsprechendes Netzwerk. Damit hättest du die optimalen Startbedingungen für deine Unternehmensgründung.

Aber wie wahrscheinlich ist das? Falls das nicht zutreffen sollte: Kompensiere das fehlende Wissen durch ein intensives Auseinandersetzen mit der Branche. Studiere Zahlen, Fakten und Unternehmen am Markt. Recherchiere, was das Zeug hält. Tauche in die Branche ein. Denn nur mit einer sehr guten Kenntnis über Markt und Wettbewerb kannst du handeln und auch auf Veränderung erfolgreich reagieren.

Führungserfahrung

Führungserfahrung spielt kaum eine Rolle, solange du dein Unternehmen alleine führst. Aber was ist denn, wenn du erfolgreich bist und irgendwann Mitarbeiter einstellen willst? Zwischen Führungsstil und Mitarbeiterzufriedenheit gibt es einen nachgewiesenen Zusammenhang: Nur die Gründerperson, die es schafft, Mitarbeiter*innen zu motivieren und zu begeistern und obendrein noch die Unternehmensideologie zu vermitteln, wird den optimalen Erfolg erzielen. Hierzu braucht es Fingerspitzengefühl, das leider nur in der Natur einiger weniger liegt. Aber keine Sorge an dieser Stelle, Führung kann man lernen. Doch klar ist: Erfahrung ist immer gut.

Mikrosoziales Umfeld

Dein soziales Umfeld solltest du unter Umständen nicht vernachlässigen. Besonders in der Anfangsphase deiner Gründung wirst du vermutlich viel arbeiten und nur wenig Zeit für Familie und / oder Freunde haben. Zum Beispiel könntest du zuverlässige Ansprechpartner*innen brauchen, wenn beispielsweise das Kind krank ist und dementsprechend spontane Betreuung gefragt ist, damit du wichtige Termine wahrnehmen kannst.

Dein soziales Umfeld hält dir den Rücken frei und bekräftigt dich in deinem Vorhaben. Hole dir dessen uneingeschränkte Unterstützung. Dein soziales Umfeld kann dir ebenso dabei helfen, mit Stress besser umzugehen, gedanklich herunterzufahren und (auf lange Sicht) gesund zu bleiben. Das Zauberwort lautet hier: Work-Life-Balance.

Weitere Themen oder Bereiche, die du bei der Beschreibung deiner Gründerperson einfließen lassen kannst, sind die folgenden:

  • Leistungsbereitschaft,
  • Selbstbewusstsein,
  • Problemlösekompetenz,
  • Risikokalkulation.

Grundsätzlich gilt für die Beschreibung der Gründerperson im Businessplan:

Ziel soll sein, dass am Ende des Abschnittes „Gründerperson / Gründerteam“ die Leserschaft von deinem bzw. eurem Willen, das neue Unternehmen erfolgreich zu führen, ebenso überzeugt sein wie du/ihr selbst. Welche Fähigkeiten hast du – und woran hapert es? Beschreibe deine Person ganz nüchtern. Banken sowie Fördermittelgeber*innen sehen ganz genau hin; Blender*innen fallen sofort durch. Schwächen sind sympathisch und kommen gut an – sofern du bereit bist, daran zu arbeiten.

Leidenschaft zeigen

Achte darauf, dich als Gründerperson nicht zu eintönig zu präsentieren. Das heißt: Ein kompletter Lebenslauf in Textform bringt dich nicht weit. Wähle nur die Stationen, die auch für dein Gründungsvorhaben relevant sind. Lasse den/die Leser*in spüren, dass du für deine Idee brennst. Zwischen den Zeilen kann der/die erfahrene Leser*in lesen, dass du aufgrund deiner Leidenschaft und deines Ehrgeizes auch mal Rückschläge in Kauf nehmen und deine Idee trotzdem weiter verfolgen kannst. Das ist ein wichtiges Kriterium für jede*n, die/der in deine Idee investieren möchte.

Ehrlich sein

Du solltest authentisch und glaubwürdig bleiben, wenn du über dich selbst sprichst. Das heißt konkret: Niemand kann alles, auch du nicht. Und das erwartet auch niemand. Wenn du beispielsweise der/die Ingenieur*in bist, hast du vermutlich eher weniger ausgeprägte kaufmännische Kenntnisse. Und umgekehrt ist das eben genauso. Und das ist grundsätzlich auch gar nicht schlimm.

Wenn du alleine gründest, lege in der Beschreibung deiner Gründerperson gründlich dar, wie du diese Lücken schließen wirst. Ein Beispiel wäre die Beauftragung externer Spezialisten oder entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen für dich. Jedoch solltest du beachten, dass du während deiner Gründung und in der ersten Zeit danach vermutlich eher wenig Zeit für solche Kurse haben wirst.

Gründest du mit anderen Personen zusammen, erläutere in der Beschreibung des Gründerteams, wie sich eure Kenntnisse und Fähigkeiten gegenseitig ergänzen.

Video

Wir haben Interviews mit Gründer*innen aus verschiedensten Branchen geführt. Du findest echte, ehrliche und authentische Berichte und Statements zu verschiedenen Gründungsthemen.
Gründerperson: Interviews mit Existenzgründer*innen aus verschiedenen Branchen

Gründerperson – Unser Fazit

Der Beschreibung der Gründerperson im Businessplan wird ein eigenes Kapitel gewidmet – dieser Fakt alleine sagt doch fast schon genug aus. Sei ehrlich und authentisch, liefere Informationen über deine Person, die dein Vorhaben optimal unterstreichen. Und hab keine Angst vor Schwächen – diese kannst du auch abmildern, indem du externe Experten hinzuziehst oder Weiterbildungen auf den entsprechenden Gebieten einplanst.

Wie können wir helfen?

Brauchst du Unterstützung bei der Erstellung deines Businessplans? Oder willst du ihn lieber komplett von Profis schreiben lassen? Alles kein Problem für uns. Melde dich zum kostenfreien Erstgespräch an und wir finden gemeinsam heraus, wie wir dich optimal unterstützen können.

Dein Team von start!up consulting

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