Inkubator für Existenzgründungen

Inkubator – Ein Brutkasten für Existenzgründer*innen!?

Als innovative*r Gründer*in möchtest du tatkräftige Unterstützung durch Experten erfahren? Vielleicht solltest du hierzu die Bewerbung bei einem Inkubator in Betracht ziehen.

Wenn du dich jetzt fragst, was Brutkästen mit Unternehmensgründungen zu tun haben, bist du hier richtig. Lies einfach den kompletten Beitrag oder springe direkt zu den Punkten, die dich am meisten interessieren.

Inkubator – Unser Beitrag im Schnelldurchlauf

  1. Was ist ein Inkubator?
  2. Wie funktioniert ein Inkubator?
  3. Wann investiert ein Inkubator und wieviel?
  4. Unterschiede zwischen Inkubator und Accelerator
  5. Bekannte Inkubatoren in Deutschland
  6. Wie findest du den passenden Inkubator?

Was ist ein Inkubator?

Ein Inkubator ist eine Einrichtung, die für Unternehmen die Weichen für eine Existenzgründung stellt und sie dabei aktiv unterstützt.

Die Bezeichnung Inkubator stammt allerdings aus der Medizin. Hier nutzt man eine Art Brutkasten für Frühgeborene – genannt Inkubator . Dieser sorgt für ein optimales Klima, um den Neugeborenen somit das Heranwachsen zu ermöglichen. Und genau das erfüllt ein Inkubator im übertragenen Sinne schließlich auch für Unternehmensgründer*innen: Er stellt den Startups eine Umgebung bereit, die die optimalen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in das Geschäftsleben erfüllen.

Wie funktioniert ein Inkubator? („Neue Inkubatoren entstehen“)

Ein Inkubator ist meistens eine Einrichtung oder eine Institution, die Existenzgründer*innen in vielerlei Hinsicht auf deren Weg in die Selbstständigkeit begleitet und weiter unterstützt.

Inkubatoren nennt man zum Beispiel gerne auch Gründerzentren. Und diese Gründerzentren bieten Gründer*innen während der Unternehmensgründung einen enormen Vorteil: Sie stehen in den verschiedenen Bereichen immer unterstützend zur Seite. Folgendes können Inkubatoren den Gründer*innen bspw. bieten:

  • Beratung und Coaching,
  • Bereitstellung von Mietflächen oder auch kompletten Büroräumlichkeiten,
  • Bereitstellung der dazugehörigen Infrastrukturausstattung,
  • umfangreiche Dienstleistungs- und Servicepakete, die zum Beispiel die Erstellung eines professionellen Businessplans umfassen können.

In den letzten Jahren erlangte die Inkubator-Idee durch junge Venture Capital-Unternehmen aus der Internetszene überdies ein neues Format. Somit wurden auch die Leistungen der Inkubatoren erweitert. Hinzu kamen bspw. folgende:

  • Ergänzung / Erweiterung des Gründerteams,
  • Übernahme von Aufgaben im Startup durch Mitarbeiter*innen des Inkubators auf Interimsbasis,
  • Marktanalyse und (Weiter)Entwicklung des Geschäftskonzepts,
  • Produkt- und Strategieentwicklung,
  • Hilfe bei Marketingstrategien,
  • Recherche nach Kooperationspartner*innen und anderen Kapitalgeber*innen.

Oder auch kurz und knapp zusammengefasst: Ein Inkubator fördert Unternehmensgründungen.

Und dementsprechend steigen auch die Wachstumschancen des jungen Unternehmens. Im Durchschnitt haben die Unternehmen, die durch Inkubatoren unterstützt wurden, infolgedessen eine höhere Überlebensrate (bis ca. 85 %).

Die Finanzierung durch die Inkubatoren erfolgt in Form einer Wirtschaftsfördermaßnahme durch Steuerzahler, Privatwirtschaften sowie Verbände. Die Gelder fließen dann indirekt nach einer erfolgreichen Etablierung der geförderten Unternehmen zurück.

Aber auch „normale“ Investor*innen können als Inkubator fungieren. Sie stellen in dem Fall nicht nur Geldmittel zur Verfügung, sondern unterstützen auch bei der Ideenfindung und / oder beim Teambuilding. Ebenfalls können sie den Gründer*innen ihr eigenes Netzwerk und wertvolles Knowhow zur Verfügung stellen.

Wann investiert ein Inkubator und wieviel?

In der Regel investiert ein Inkubator schon sehr früh in der Entstehung eines Startups. Hier steht zunächst die Geschäftsidee im Fokus, die dann entwickelt werden soll; es handelt sich um die sogenannte Seed-Phase, also geht es hier noch um die Zeit vor der Gründung. Somit beteiligen Inkubatoren sich viel früher als die klassischen Venture Capital-Unternehmen und meist auch die Business Angel. Diese steigen oftmals erst in der Startup-Phase ein.

Die Höhe der Investition liegt bei den Gründerzentren in der Regel zwischen 100.000 und 1 Mio. EUR in der ersten Finanzierungsrunde. Jedoch variiert das je nach Inkubator. Und klar sollte ebenfalls sein, dass die abzutretenden Geschäftsanteile in der Regel höher sind als bei einer bloßen Venture Capital-Beteiligung. Aber dank der operativen Unterstützung sind dafür sind auch die Erfolgsaussichten auch entsprechend höher.

Viele Inkubatoren nutzen mitunter nicht nur ihr eigenes Kapital für Investitionen, sondern bemühen sich mittlerweile erfolgreich um Drittgelder. So kann es zum Beispiel sein, dass sich schließlich auch klassische VC-Firmen, Konzerne oder vermögende Familienunternehmen beteiligen, entweder als reine Geldgeber*innen oder auch als Co- Investor*innen.

Unterschiede zwischen Inkubator und Accelerator

Inkubatoren und Acceleratoren sind sich im Grunde genommen recht ähnlich. Beide bieten jungen Unternehmen ähnliche Unterstützungsleistungen. Jedoch sind die Schwerpunkte leicht verlagert: Der Accelerator legt den Fokus auf eine kurzfristige Förderung, die das Wachstum des Startups beschleunigen und zum Beispiel binnen kurzer Zeit unter optimalen Bedingungen ein marktreifes Produkt hervorbringen soll. Der Inkubator hingegen betreut und unterstützt die Unternehmen über einen längeren Zeitraum hinweg.

MerkmalInkubatorAccelerator
UnternehmensphaseVorgründungs- oder Gründungsphase; Entwicklung einer GeschäftsideeWachstumsphase; Geschäftsidee bzw. -modell bereits vorhanden
Ziel des/der Unterstützer*inFörderung der wirtschaftlichen Entwicklung des StartupsWachstum des Startups, RoI
WachstumstempoMittel bis hochSehr hoch
ArbeitsbelastungMittel bis hochSehr hoch
FörderdauerSelten genau definiert oder nur Nennung einer MindestlaufzeitMeist drei bis sechs Monate
ProgrammkostenManchmal Abgeben von UnternehmensanteilenMeist Abgeben von Unternehmensanteilen
AufnahmekriterienEher strengStreng
AnschubfinanzierungManchmal Bestandteil des ProgrammsFast immer Bestandteil des Programms
Finanzierung durch
Öffentliche oder privatwirtschaftliche Initiativen, UniversitätenMeistens private Unternehmen, oftmals mit Branchenschwerpunkt
Inkubator und Accelerator im Vergleich

Bekannte Inkubatoren in Deutschland

NameBetreiberKonditionenFokus-ThemenAngebot
1st Mover1st Mover Management GmbHbis zu 100.000 Euro Frühphasenfinanzierungdigitale GeschäftsmodelleCoaching, Mentoring, Hilfe bei der Investorensuche
DvH VenturesHolzbrinck-Gruppe500.000 bis 2 Mio. Euro InvestmentDigital Health, Education, Financial Services, Digital InnovationsManagement-Beratung, Zugang zu Investorennetzwerk, Zugang zu Medien der Holzbrinck-Gruppe (Media-for-Equity-Program)
hub:raumDeutsche Telekombis zu 300.000 EuroTelekommunikation, Künstliche Intelligenz, Internet of Things Coworking Space, Zugang zu Daten und Dienstleistungen der Telekom
Main IncubatorCommerzbank250.000 bis 2 Mio. EuroFinTech, Big Data, Künstliche Intelligenz und Internet of ThingsBüroräume, Unterstützung bei der Projektentwicklung, Beratung und Zugang zum Netzwerk
Project A Ventureskeine AngabenSeed und Series A-Finanzierung von 1 bis 8 Mio. Dollar (850.000 bis 680.000 Euro)digitale InnovationenUnterstützung in Marketing, Development, Vertrieb, Kommunikation, Recruitment und Data Science
RootCampSpinLab – The HHL Accelerator & K+S10.000 bis 50.000 EuroAgriFood TechTop Level Know-How, Netzwerk, 24/7 Office Zugang, flexibles Programm, Coaching & Mentoring, Pilot Projekt
Bekannte Inkubatoren in Deutschland

Wie findest du den passenden Inkubator?

Um für dein Startup schließlich den passenden Inkubator zu finden, solltest du auf die folgenden Aspekte bei den Gründerzentren genauer achten:

  • Welche Branchen und Geschäftsmodelle unterstützt der Inkubator?
  • Wie hoch kann die Finanzierung in der ersten Finanzierungsrunde ausfallen?
  • Welche konkreten Leistungen stellt der Inkubator?
  • Was für ein Team steht hinter dem Gründungszentrum und kannst du dir vorstellen, möglicherweise eng mit diesem zusammenzuarbeiten?
  • Welche Unternehmen findest du im Portfolio? Passt dein Startup überhaupt dazu?

Unterhalte dich doch auch mal mit Startups, die bereits Unterstützung durch das entsprechende Gründungszentrum erhalten haben. Erkundige dich beispielsweise nach der Zusammenarbeit und den Erfahrungen. Denn abgesehen von den rein formalen Konditionen entscheidet immer auch die persönliche Ebene über Erfolg oder Misserfolg.

Unser Fazit

Für Gründer*innen ohne Eigenkapital, Erfahrung und Netzwerk kann ein Inkubator im Grunde genommen eine große Hilfe sein. Denn ein entscheidendes Argument für viele Startups sind die guten Erfolgsaussichten, die man dank des durchdachten Gesamtkonzepts erwarten kann.

Was man allerdings vorab genau durchleuchten sollte, sind die Absichten der Gründerzentren. Persönliche Gespräche sowie ein ausführliches Kennenlernen sollten vorher unbedingt wahrgenommen werden. Und kommt ihr dann zu der Erkenntnis, dass die gleichen Ziele und Vorstellungen verfolgt, sollte der erfolgreichen Zusammenarbeit nichts mehr im Weg stehen.

Wie können wir helfen?

Du befindest dich in den Vorbereitungen auf deine Existenzgründung, weißt aber nicht genau, wann was zu tun ist? Oder benötigst du beispielsweise Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Kapitalgerber*innen? Melde dich gerne zum kostenfreien Erstgespräch an, gemeinsam sehen wir, ob und wie wir dich unterstützen können.

Dein Team von start!up consulting

Startup-Phasen – Welche Phasen durchläuft ein Startup?
Vermögensverwaltende GmbH – Wie du beim Vermögensaufbau profitierst

Ähnliche Beiträge

Es wurden keine Ergebnisse gefunden, die deinen Suchkriterien entsprechen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte füllen Sie dieses Feld aus.
Bitte gib eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Sie müssen den Bedingungen zustimmen, um fortzufahren.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Menü