Investitionsplan erstellen – wofür?

Investitionsplan? Wieder so ein Begriff mit dem einige Gründer ohne BWL-Hintergrundwissen nichts anfangen können. Trösten Sie sich, auch Gründer mit BWL-Kentnissen beachten den Investitionsplan herzlich wenig. Dieser sollte aber nicht so stiefmütterlich behandelt werden.

Sie planen die Anschaffung eines Wirtschaftsgutes, dass dauerhaft in Ihrem Unternehmen zum Einsatz kommen soll. Passende Beispiele wären Fertigungsanlagen, Maschinen, weitere Einrichtungen und immaterielle Gegenstände, zum Beispiel Lizenzen. Für jede geplante Anschaffung in dieser Größe, als für jede Investition legen Sie einen definierten und genauen Plan fest, in dem jeder fremde Dritte eindeutig erkennen kann, wann welcher Betrag geflossen ist und wie lange die geplante Nutzungsdauer im Unternehmen sein soll. Ebenfalls aufgeführt werden die Abschreibungsregeln für die Folgejahren. Wer hier gut aufgepasst hat, erkennt, dass somit gleichzeitig die Grundlagen für den Abschreibungsplan erfasst wurden.

Der Investitionsplan im Businessplan? Was macht er da?

Oben genannte Investitionsvorhaben in Sachanlagen sind für nahezu für jeden Investor nachvollziehbar. Die meist fixen und dokumentierten Preise lassen sich einfach in den Businessplan übertragen und machen den ermittelten Kapitalbedarf für Ihr Unternehmen transparent und nachvollziehbar. Soweit klar?

Was bringt das Ihnen? Erfahrungsgemäß werden Darlehen und Fördermittel eher bewilligt, da die Sachanlagen im Falle eines Scheiterns mit dem verbleibenden Restwert aus dem Anlagevermögen als Sicherheit dienen und veräußert werden können. Dies minimiert den möglichen finanziellen Schaden für mögliche Investoren.

Investitionsplan – wie wird dieser erstellt?

Üblicherweise besteht ein klassischer Investitionsplan aus zwei Teilen. Wir haben aber auch schon Exemplare gesehen, in denen die Übergänge eher “fließend” waren und daher nicht immer ganz aussagekräftig. Der erste Teil des Investitionsplan beschreibt alle gewünschten Investitionen so genau wie möglich. Dazu gehören auch Punkte wie die benötigten Eigenschaften und der angedachte Einsatzzweck. Liegen Ihnen Angebote vor? Umso besser! Optional können Sie selbstverständlich Alternativen aufführen.

Der zweite Teil des Investitionsplan dient der Aufstellung aller gewünschten Sachanlagen inkl. der Preise. Ebenfalls enthalten ist der Anschaffungszeitpunkt und der Abschreibungsverlauf nach den gesetzlichen Grundlagen. Führen Sie hier Abschreibungsalternaitven, linear und degressiv auf. Lassen Sie auch evtl. Wertminderungen und mögliche außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausser acht.

Unternehmensberatung Bad Kreuznach, Mainz, Wiesbaden und Frankfurt

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Written by Ewald Haaf