Marktlücke als Geschäftsidee

Marktlücke: Marktlücken als Geschäftsidee finden

Eine Marktlücke entsteht durch eine nicht gedeckte Nachfrage und bietet Gründern eine gute Chance für eine erfolgreiche Geschäftsidee.

Denn wer eine Marktlücke findet und sich dort positioniert, kann schnell ein erfolgreiches Unternehmen aufbauen.

Wir werden immer gefragt, wie man eine Marktlücke findet. Viele Gründer sind der Ansicht, es gibt schon alles und alles wurde schon mal erfunden und/oder gegründet. Weit gefehlt. Auch in Deutschland gibt es noch lukrative Marktlücken.

Doch wie findet man heraus, ob eine Marktlücke auch tatsächlich lukrativ für eine Geschäftsidee sein kann?

Hier einige Ideen, wo und wie man Marktlücken findet.

Marktlücke – Was ist eine Marktlücke eigentlich?

Eine Marktlücke ist ein offenes oder verdecktes Bedürfnis nach einer Problemlösung, die noch nicht durch Anbieter entdeckt und befriedigt wird.

Viele Produkte von Apple sind gute Beispiele von erkannten Marktlücken, die vor Apple noch niemand befriedigen konnte. So machte sich Steve Jobs als erster Gedanken, wie man seine komplette Musiksammlung dabei haben könnte (thousend songs in your pocket) und erfand den iPod. Natürlich hat Apple nicht den MP3-Player erfunden, hat aber aus dem Grundproblem ein schickes und vor allem leistungsfähiges must-have für Musikliebhaber gemacht.

Ein weiteres Beispiel ist das iPad von dem erstmal alle skeptisch fragten, wer denn ein Tablet brauche. Er hat damit eine komplett neue Computerkategorie und eine dazu gehörige Industrie von kleinen Anwendungsprogrammen erfunden, den Apps, die wir heute täglich nutzen.

Beides waren also Marktlücken, in denen Apple die ersten Produkte platziert hat und damit überragenden Erfolg hatte und noch immer hat.

Fazit: Im Grunde hat eine Marktlücke eine bestehende Nachfrage und noch kein adäquates Angebot für diese Nachfrage.

Dabei kann es sich um eine regionale Marktlücke, eine nationale Marktlücke (z.B. Marktlücken in Deutschland) oder eine generelle Marktluecke handeln.

Leider ist es nicht leicht solche Marktlücken zu finden.

Ideen um eine Marktlücke zu finden

Um Marktlücken auf die Spur zu kommen, eignen sich vor allem Kreativtechniken. So kannst Du mit einem Brainstorming oder mit Mindmapping ein Problem strukturieren und vielleicht auf Lösungen kommen, die eine Marktlücke schließen.

Folgende Ansätze haben sich auch bewährt:

1. Painspotting – Worüber ärgerst Du Dich?

Über welches Produkt oder über welche Dienstleistung hast Du Dich schon mal richtig aufgeregt? Wo hast Du schon mal gedacht, dass es doch dafür viel bessere / einfachere Lösungen geben könnte, als der Status quo?

Das ist ein guter Ansatz, um Marktnischen auf die Spur zu kommen!

So haben sich die Gründer von Waze zum Beispiel immer darüber aufgeregt, dass die Verkehrsnachrichten im Radio, die einen vor Staus gewarnt haben, viel zu ungenau und nicht aktuell genug waren. Entweder war der gemeldete Stau schon weg oder ein neuer Stau wurde noch gar nicht angesagt. Ihre Marktlücke war gefunden. Sie entwickelten eine App und vernetzten die App-User zu einer Stauwarner-Crowd. Die Lösung war, dass App-User bei langsam fahrenden App-Usern vor Ihnen auf eine Umleitungsstrecke geschickt werden und damit alle schneller am Ziel sind.

2. Copycat – Kopiere erfolgreiche Geschäftsmodelle

Natürlich wird bei dieser Strategie für Marktlücken oft gleich aufgeschrien. Gemeint ist aber, dass man durchaus mit der Kopie von Geschäftsideen, z.B. aus einem anderen Land oder einer anderen Region sehr erfolgreich sein kann.

Das funktioniert vor allem bei Produkten oder Dienstleistungen, wo man am Ort der Gründung von einer ähnlichen Nachfrage ausgehen kann wie in dem Land oder der Region, wo man das Geschäftsmodell kopiert.

3. Echte Innovationen schließen Marktlücken

Als Steve Jobs das iPad ersann, gab es noch keine konkrete Nachfrage danach. Daher ist diese Strategie, echte Innovationen zu schaffen, die auch gern als „Blue Ocean“ bezeichnet wird, sicher am risikoreichsten und am schwierigsten umzusetzen.

Allerdings kann es sich lohnen, auf einem neuen Markt der erste und einzige Anbieter zu sein. Zweitellos haben Tablets und die Nutzung von Apps, die man einfach per Touch bedient, die Nutzung von Computern revolutioniert.

Auch das Smartphone hat unseren Umgang mit Telefonen komplett verändert. Nokia urteilte noch über das erste iPhone, dass sich das Gerät unter Businesskunden nicht durchsetzen wird, da es ja kein Zahlenfeld hatte. Auch Blackberry, damals Marktführer bei Businesskunden, hat das Touchdisplay hoffnungslos unterschätzt und als Marktlücke verschlafen. Heute kämpft Blackberry ums Überleben.

4. Marktlücken finden, indem man Konventionen hinterfragt

Kennst Du den Spruch, „Das war schon immer so!“ oder „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Das sind gute Anlässe, um die bestehenden Konventionen zu hinterfragen und mit einem „Warum denn eigentlich?“ in Frage zu stellen.

Oft ergeben sich dann neue Blickwinkel, die möglicherweise eine Marktlücke darstellen.

Zum Beispiel hat mytaxi die Konvention hinterfragt, warum Smartphonenutzer (sowohl Fahrgäste als auch Taxifahrer) von einer Taxizentrale abhängig sein müssen, wenn beide auch über eine App direkt kommunizieren könnten. Die daraus folgende Lösung ist legendär.

Marktlücke gefunden – Und jetzt?

Nachdem Ihr eine Marktlücke gefunden habt, geht die klassische Markt– und Wettbewerbsrecherche los.

Zunächst sollte gesundes Mißtrauen herrschen, warum die Marktlücke noch nicht erschlossen ist. Macht Euch Gedanken für wen die Marktlücke am drängendsten ein Problem löst und versucht mit dieser Zielgruppe ins Gespräch zu kommen. Dabei ist nicht nur relevant, ob sie eure Idee gut finden, sondern ob sie auch bereit sind für die Problemlösung zu bezahlen.

Im nächsten Schritt müsst ihr schauen, wie groß der Markt ist, d.h. wieviele Menschen in der Marktnische sind von dem Problem betroffen.

Dritter Schritt ist die Analyse des Wettbewerbs. Ihr könnt euch sicher sein, dass Wettbewerber in eure Marktlücke stoßen werden, wenn sie merken, dass das attraktiv ist. Also überlegt euch, wie ihr euch von Anfang an gegenüber Wettbewerbern positionieren könnt.

Praxisbeispiele für Marktlücken

Zwei Beispiele aus unserer eigenen Beratungstätigkeit sind Dirk Gräff von Lichtlandschaften und Caren Thoma von Home Boutique. Während sich Dirk darum kümmert, dass erst die Bestimmung des richtigen Lichts zur richtigen Lampe führt, hat sich Caren auf die vollen Kleiderschränke Ihrer Kundinnen spezialisiert und versucht aus einem Wirrwarr von Kleidungsstücken den individuellen Stil der Kundin zu entwickeln.

Wie können wir Dir helfen?

Wir bewerten täglich Geschäftsideen auf Plausibilität und haben Methoden und Tools, um den Erfolg einer Geschäftsidee in der Marktlücke einzuschätzen. Dabei kannst Du Dir sicher sein, dass wir Deine Idee absolut vertraulich behandeln.

In weiteren Schritten können wir Dich bei der Entwicklung / Optimierung des Geschäftsmodells und bei der Erstellung von Businessplan– und Finanzplanungsunterlagen unterstützen.

Wenn Du Interesse an einem kostenfreien Erstgespräch hast, nimm Kontakt zu uns auf!

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