Quick - Wir erklären was das ist und wie sie dir mit deinem Startup weiter helfen

Quick Wins – Wie sie dir helfen, dein Startup voranzubringen

Neulich sind wir über den Begriff Quick Wins gestolpert. Seitdem begegnet er uns immer wieder. Also wollen wir doch mal klären, worum es sich hierbei handelt und wie man so etwas anwendet.

Das Smartphone klingelt kurz – nur mal eben schnell die Benachrichtigungen checken. Eine neue Mail kommt ins Postfach – kurz mal den neuesten Newsletter vom Lieblingscafé lesen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster – achja, auf dem Nachbarbalkon sind gerade die Fensterputzer am Werk.

Jetzt mal Hand aufs Herz: Diese Situationen kennen wir doch alle aus unserem (Arbeits)Alltag. So oft werden wir durch scheinbare Kleinigkeiten abgelenkt, wo wir doch eigentlich produktiv sein und unser Business vorantreiben könnten. Da stellt sich schnell die Frage: Wie viel Zeit kosten uns diese Ablenkungen täglich an Produktivität?

Vermutlich zu viel. Wenn du ein Startup gründest, träumst du vielleicht davon, bald zu expandieren, ein großes Team einzustellen und am liebsten auch gleich das nächste Unicorn zu werden. Doch nach der anfänglichen Euphorie kommt auch oftmals schnell die erste Bremse und es folgt Demotivation. So erreichst du deine Ziele natürlich nicht.

In der Regel reicht es auch nicht aus, sich einfach nur Ziele zu setzen. Du musst auch dafür arbeiten. Was beim Erreichen dieser Ziele und auch auf dem Weg dorthin hilfreich sein kann? Natürlich Quick Wins, wie der Titel des Beitrags ja schon verrät.

Definition – Was sind Quick Wins?

Bei Quick Wins (engl. „schnelle Siege / Gewinne“)handelt es sich um Profit, der ohne großen Aufwand erzielt wird. Quick Wins erfordern nur einen überschaubaren, geringen Einsatz und haben trotzdem eine große Wirkung auf dein Business.

Quick Wins = Schnelle Umsetzung, schnelle Erfolge

Abgrenzung von anderen Aufgaben

Quick Wins kann man folgendermaßen von anderen Aufgaben abgrenzen:
So lassen sich Quick Wins von anderen Aufgaben abgrenzen (vgl. Pareto-Prinzip)
Abgrenzung von Quick Wins zu anderen Aufgaben

Kriterien für Quick Wins

Ob es sich um „gute Quick Wins“ handelt, kann man anhand der folgenden Kriterien beurteilen:

1. Quick Wins lassen sich einfach implementieren

Klingt ziemlich banal, oder? Aber der Implementierungsplan eines Quick Wins sollte in etwa lauten: „ERST dies, DANN jenes.“ Und nicht:„…und dann noch ein Meeting hier und eine Abstimmung da, um herauszufinden ob und wie…“. Sobald ein Schritt so lautet, ist es kein Quick Win mehr.

2. Quick Wins lassen sich schnell implementieren

Die Umsetzung sollte man in ein bis zwei Tagen durchziehen können. Alles, was länger dauert, kommt schon eher einem Projekt gleich: Zwar wissen wir genau, was zu tun ist, jedoch gilt es, Dinge zu koordinieren. Das ist dann kein Quick Win mehr.

3. Quick Wins lassen sich ohne große Kosten implementieren

Mit diesem Kriterium kann man immer punkten. Und Aussagen wie „wir hätten ja gerne, aber war zu teuer“ kann man schön entgegensteuern.

4. Quick Wins lassen sich schnell wieder rückgängig machen

Dieser Aspekt sollte niemals außer Acht gelassen werden. Falls es mit dem Quick Win nicht so laufen sollte wie gewünscht, heißt es einfach: Kommando zurück! Und schon kann es weiter gehen wie vorher. So kann man auch ohne großen Schaden aus Fehlern lernen.

5. Quick Wins – klein aber oho

Zwar ist der Erfolg nur klein, aber trotzdem hat er für das weitere Vorhaben (das große Ganze) eine große Bedeutung.

Wieso benötige ich Quick Wins für mein Startup?

Beschreiben wir nochmal kurz ein vielleicht bekanntes Szenario: Beim Launch deines Projekts bist du noch Feuer und Flamme. Aber irgendwann verlierst du den Faden und weißt einfach nicht mehr, wo du anfangen sollst um dich zu verbessern. Oder wie du dein Startup noch voranbringen sollst, damit es ein voller Erfolg wird.

Und genau hier setzen nun die Quick Wins ein. Wie wir jetzt bereits wissen, können sie schnell umgesetzt werden und erzielen schnelle Erfolge. Auf deinem Weg nach oben zeigen sie dir, was du bereits richtig machst, genauso wie deinen aktuellen Standpunkt. Oftmals sind es nur kleine Maßnahmen, die durch eine schnelle Implementierung glänzen, um dann wieder den Fokus auf die großen Ziele setzen zu können.

Diese „schnellen Siege“ zeigen auf, dass du Probleme angehst und direkt Maßnahmen ergreifst, um besser zu werden. Ebenfalls verdeutlichen sie, du für deine Ziele kämpft und am Erfolg arbeitest. Oder um es philosophisch auszudrücken: Zwar bringen Quick Wins nur Steine ins Rollen. Am Ende können sie aber Berge versetzen.

Die Vorteile von Quick Wins

Selbstverständlich haben Quick Wins positive Auswirkungen auf das Geschäft:

1. Positive Außenwirkung

Durch kleine Erfolge zeigst du deinen Kritikern, dass es klappen kann. Vielleicht kannst du so sogar eine/n zögerliche/n InvestorIn noch davon überzeugen, schließlich doch noch in dein Startup zu investieren, wenn er/sie sieht, dass du schon kleine Erfolge erzielt hast. Wenn du wachsen willst, musst du zeigen, wozu du fähig bist und mit wie viel Einsatz du hinter deinem Projekt stehst.

2. Positive Wirkung auf das Team

Als UnternehmerIn trägst du nicht nur die Verantwortung für Erfolg und das entsprechende Risiko. Du musst ebenso darauf achten, dass dein Team motiviert bleibt und auch weiter zum Erfolg des Unternehmens beiträgt. Ohne dein motiviertes und fleißiges Team kannst du auch eigentlich gleich dein Unternehmen an den Nagel hängen.

Darum ist es sehr wichtig, dass du deine MitarbeiterInnen mit schnellen, kleinen Erfolgen bei Laune hältst. Und das solltest du ihnen auch genauso kommunizieren. Denn ein Lob vom Chef oder der Chefin spornt bekanntermaßen an und schafft auch Klarheit für die kommenden Aufgaben.

3. Erfolg ist kein Zufall

“Hard work pays off“. Wenn du hart an deinen Zielen arbeitest, wirst du belohnt werden. Das gilt generell für alles im Leben, genauso wie für dein Geschäftsmodell. Wer gut arbeitet und Erfolge verzeichnet, weiß, auf welchem Weg er oder sie ist. So wird es einfacher, weiterzumachen und dranzubleiben.

Das ist kein Zufallsresultat und zeigt dir, wie gut du aktuell stehst. Wenn du zum Beispiel durch einen Quick Win neue Einnahmequellen gefunden hast, kannst du so wiederum neue Maßnahmen angehen um neue Kunden anzuziehen oder dein Produkt zu verbessern. Es entsteht eine Kette von positiven Auswirkungen, die dich immer näher an ein größeres Ziel heranführen.

4. Bessere Nutzung der eigenen Zeit

Wenn du schneller vorankommen willst, muss die Aufgabenverteilung klar sein. Mach nicht alles selbst, sondern binde deine Teammitglieder mit ein. „Unnötige“ Aufgaben solltest du abgeben, damit du deinen Fokus auf die wichtigen legen kannst.

Die Folge ist ein besseres Zeitmanagement und mehr Struktur. Ebenso erhalten du und dein Team mehr Sicherheit und Ordnung. So wird schließlich ein Quick Win zu einem essentiellen Bestandteil für dein Unternehmen.

Die Risiken von Quick Wins

Neben all den genannten positiven Aspekten gibt es jedoch auch ein paar Risiken, die man möglichst vermeiden sollte:

1. „Traubenzucker“ für das Unternehmen

Wir alle kennen die Wirkung von Traubenzucker. Du erhältst einen zeitlich begrenzten Boost, doch nach nicht allzu langer Zeit verfliegt dieser auch wieder. Die positive Stimmung flaut wieder ab. Ebenso kann dies bei Quick Wins passieren. Nach dem Höhenflug nach einem Quick Win verfällst du in deine alten Muster zurück und trittst wieder auf der Stelle.

Das KANN passieren. Viel besser ist es jedoch, einen Quick Win zu nutzen, um sich auf dessen Basis immer weiter zu verbessern. Und die Erkenntnisse, die du daraus ziehst, solltest du einfach sofort in die Tat umsetzen.

2. „Heiße Kartoffeln“

Direkt an das Traubenzucker-Beispiel schließt diese Metapher an. Durch die sinkende Motivation und das Ausruhen auf den Lorbeeren kann es passieren, dass ein größeres Projekt schnell zu einer Art heiße Kartoffel wird. Man lässt es zu schnell fallen.

Und das ist der absolute Worst Case für ein junges Unternehmen. Habe immer ein besonderes Auge darauf, dass das nicht passiert.

3. Vorsicht, Falle!

Quick Wins können sich auch zu großen Hürden für das Unternehmenswachstum entwickeln. Man muss Projekte über eine längere Zeit koordinieren, um langfristige Erfolge zu erzielen. Wenn das nicht gelingt, kann das Unternehmen möglicherweise scheitern. Und das ist schade, schließlich hat man als UnternehmerIn meist viel Zeit und Geld investiert.

Es ist also wichtig, das komplette Pulver nicht direkt am Anfang zu verschießen. Am besten greifst du auf Quick Wins zurück, wenn die Energie allmählich nachlässt und Motivation nötig wird. So kannst du verhindern, dass aus Quick Wins Quick Fails werden. Achte immer darauf, wann du welches Ziel erreicht haben muss und wie viel Zeit du investieren musst.

Tipps zur Verwirklichung von Quick Wins

Nach all den Chancen und Risiken möchten wir dir nun mit ein paar Tipps zum Erreichen von Quick Wins helfen:

1. Handele lösungsorientiert

Probleme sind umgedreht nur Chancen, die du nicht nutzt. Das heißt: Du musst deine Probleme erkennen und in Quick Wins umwandeln. Es hilft nie, ein Problem nur vor dir her zu schieben und es zu ignorieren. Packe es direkt an und behebe es. Auf diese Weise motivierst du dich selbst und weißt, dass du deinem Ziel ein Stück nähergekommen bist. Probleme sind schließlich nur Chancen in Arbeitskleidung.

2. Belohne und motiviere dein Team nach Quick Wins

Motivation ist wichtiger Eckpfeiler. Nicht umsonst heißt es doch auch: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“. Und das gilt schließlich für dein ganzes Team. Nur gemeinsam erreicht ihr Ziele. Und wenn alle wissen, dass ihr gemeinsam etwas (er)schafft, schweißt das auch zusammen.

Natürlich musst du außerordentliche Anstrengungen auch belohnen, um die Motivation deiner MitarbeiterInnen beizubehalten. Lob kann hier oft schon das Mittel der Wahl sein, damit alle sich weiterhin anstrengen und vielleicht sogar noch eine Schippe draufpacken.

3. Definiere deine Ziele durch Quick Wins richtig

Wenn du etwas erreichen willst, solltest du zunächst wissen, was du überhaupt zustande bringen willst. Schließlich ist doch auch alles eine Frage der Definition. Wenn man weiß, wo genau man hin möchte, kommt man dort auch hin. Von daher ist es sehr wichtig, konkrete Ziele ganz genau zu definieren und dies nicht aus dem Blick zu verlieren. Das gilt auch für Zwischenetappen.

4. Im Notfall: Neuplanung

Wenn der Worst Case eintritt und alle Stricke doch reißen, heißt es: Kommando zurück. Alles auf Null. Dann bringt es nichts, auf bessere Zeiten zu hoffen. Denn wir wissen doch schon, dass es nicht hilft, Probleme zu ignorieren oder vor sich her zu schieben. Scheitern gehört zum Unternehmertum dazu. Aber ebenso musst du dann auch analysieren, wo das Problem liegt oder lag, und welche Quick Wins du im zweiten Anlauf anpeilen kannst.

Video

Im folgenden Video gibt es auch ein kurzes Beispiel zur Anwendung von Quick Wins:

Unser Fazit

Quick Wins sind eine feine Sache. Ebenso wie bei Werkzeug muss man nur wissen, wie man sie richtig anwendet. Setzt du auf kleine Ziele, die ein größeres Ziel anpeilen, wirst du auch belohnt. Unser Tipp ist: Plane mehrere kleine Ziele ein und bemühe dich, diese auch fristgerecht einzuhalten. Halte deine Motivation und die deines Teams aufrecht und bleib dran. So werden aus Quick Wins auch langfristige Erfolge, die dich und dein Unternehmen voranbringen.

Wie können wir helfen?

Trittst du mit deinem Unternehmen vielleicht gerade auf der Stelle und es geht nicht recht voran? Oder tun sich Hürden auf deinem Weg zur Selbstständigkeit auf, die du alleine nicht überwinden kannst? Melde dich gern zum kostenfreien Strategiegespräch an, wir finden dann gemeinsam heraus, wie wir dir helfen können.

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