Startup-Stories: Interview mit Jhonny von E-BAUS

Startup-Stories – Jhonny und sein Startup E-BAUS

Die meisten unter uns kennen es doch: Man will eben schnell etwas Neues kaufen (Spiel, Handyhülle – ganz egal), aber dafür extra das Haus zu verlassen scheint sich nicht zu lohnen. Warum sich die Mühe machen, wenn man es doch mit ein paar Klicks auch womöglich schon am nächsten Tag aus dem Briefkasten angeln kann? Und schon landet man beim Onlineversandriesen Amazon. Die interessanten Angebote scheinen alle bereits auf der ersten Ergebnisseite zu stehen. Aber wie landen sie eigentlich dort? Wie schaffe ich es als Verkäufer, dass meine Produkte auf der ersten Ergebnisseite angezeigt werden? Und was hat E-BAUS damit zu tun? Diese Fragen stellt man sich als Konsument eher selten, aber nichtsdestotrotz ist dies ein interessantes Thema.

Und so kommen wir zu Jhonny. Mit seinem Startup E-BAUS, einer anerkannten Amazon-Full Service-Agentur in Hamburg, betreut er weltweit Kunden bei der Steigerung ihrer Marken- und Produktsichtbarkeit auf Amazon. Oder vereinfacht: E-BAUS sorgt dafür, dass Produkte auf der ersten Produktergebnisseite gefunden werden, denn auf der ersten Seite werden schließlich 70 % der Gesamtumsätze generiert.

Kommen wir zum Interview:

Wie bist du auf die Idee gekommen? Wo kam dein Kontakt zu Amazon her bzw. wie ist die Geschäftsidee entstanden?

“Also tatsächlich hat sich das alles mit der Zeit ergeben. Ich bin nicht eines Tages aufgewacht und habe eine besondere Statistik gesehen und dann entschieden ‘oh da ist sehr viel Potential, ich mache da mal was’, sondern es hat alles vor ca. neun Jahren begonnen.

Ich habe neben meinem Studium bei einem englischen Distributoren gearbeitet und das Besondere war, dass dieser Distributor Exklusivrechte hatte, um Marken wie Samsung, Beats by Dre, Philips, Braun auf dem Amazon-Marktplatz zu vertreiben. Und ich war in der E-Commerce-Abteilung tätig und habe mich sozusagen um den Amazon-Kanal gekümmert. Und nach zehn Monaten habe ich dann meinen Job gekündigt weil ich eine italienische Freundin hatte und bin dann nach Italien gezogen.

Dann war ich dort in Italien in einem kleinen Dorf in der Nähe von Venedig und dachte mir ‘was kann ich hier jetzt eigentlich machen? Ich spreche die Sprache nicht und in dem Dorf kommt man mit Englisch auch nicht viel weiter’. Dann habe ich einfach versucht, das zu machen, was ich vorher schon gemacht habe, und zwar Amazon. Und dann habe ich tatsächlich angefangen einige Kunden anzuschreiben und denen zu versprechen, dass ich ihnen helfen kann ihren Umsatz auf Amazon zu steigern.

Nach meiner ersten Woche hatte ich dann schon den ersten Termin für eine Präsentation und nach dieser Präsentation hatte ich tatsächlich meinen ersten Kunden. So hat alles begonnen. Und Jahre später – 2017 – wurde dann daraus E-BAUS GmbH gegründet.”

Wie geht es dir als Unternehmer? Warst du dir von Anfang an sicher, dass du mal gründen willst und hast das ab dem Studium aktiv verfolgt? Oder bist du eher in die Rolle hereingewachsen? Wie empfindest du das, ist es für dich eher eine Belastung oder eine gute Balance? Viele unserer Kunden sind ja schon engagierte Angestellte und kennen Überstunden und scheuen sich auch nicht davor mal ein paar Extrameilen zu gehen. Aber die haben dann Angst, dass sie, wenn sie ein Unternehmen gründen, komplett ausbrennen. Wie ist das bei dir?

“Wie kannst du kündigen, du hast dich ja noch nicht mal woanders beworben!”

“Es war immer schon ein Kindheitstraum, selbstständig zu sein. Um einfach diese finanziellen Freiheiten haben zu können.

Ein ausschlaggebender Moment war, als ich in England war, kurz bevor ich gekündigt habe. Ich bin jeden Morgen um 7 Uhr aufgestanden, habe um 7.40 Uhr meinen Bus genommen, war dann um 8.30 Uhr auf der Arbeit. Und ich hatte drei Monate, bevor ich gekündigt habe, ein Buch gelesen: “Live Your Dreams” von Les Brown, Motivationssprecher aus den Staaten.

Und der hat in dem Buch eine Geschichte erzählt von einem Mann, der zum Arzt gegangen ist, und der Arzt hat ihm dann gesagt, er hätte nur noch drei Monate zu leben. Am nächsten Tag hat dieser Mann dann angefangen, das zu tun, was er schon immer machen wollte. Und dann hat der Autor die Frage gestellt: ‘Brauchst du einen Arzt, der dir sagt, dass du nur noch drei Monate zu leben hast, um deinen Traum zu leben?’ Das hat mich tatsächlich so sehr motiviert, dass ich direkt am nächsten Tag gekündigt habe.

Das war wirklich ganz naiv, ich habe mir von vielen Leuten was anhören müssen (‘wie kannst du kündigen, du hast dich ja noch nicht mal woanders beworben’ usw). Also wie gesagt, ich hatte gekündigt, hatte eine italienische Freundin, wir hatten eine Fernbeziehung, und dann dachte ich mir: ‘OK, f*** it, ich ziehe jetzt nach Italien und mache mich dann selbstständig’. Das hat sich dann so ergeben. Aber das war der ausschlaggebende Moment, dass ich dann in die Selbstständigkeit gegangen bin.”

Wie hat dein persönliches Umfeld reagiert? Deine Eltern? Sind die auch selbstständig/Unternehmer?

“Mein Vater ist selbstständig, er ist Musiker. Er hatte in jungen Jahren in Paraguay Jura studiert und hat damals die Möglichkeit bekommen nach Europa zu kommen und seiner Leidenschaft nachzugehen. Und zwar Musik zu spielen. Und dafür hat er sein Studium abgebrochen. Da hatte ich tatsächlich schon diesen Impuls der Selbstständigkeit.

“Wenn du gut bist, kannst du es überall schaffen.”

Meine Eltern sind auch sehr positiv. Die haben natürlich auch ihre Bedenken geäußert, aber mich nie gehindert oder mir was vorgeworfen. Natürlich hatten die ein bisschen Angst: ‘Du ziehst 2013 nach Italien, wo ja immer noch eine Krise herrscht. Du kannst die Sprache nicht. Wäre es nicht besser du kommst nach Deutschland zurück? Der Markt hier boomt, hier hast du doch viel bessere Aussichten.’ Das musste ich mir doch schon anhören. Aber am Ende des Tages meinte mein Vater: ‘Wenn du gut bist, kannst du es überall schaffen’. Und die haben mich dann auch von Tag 1 an unterstützt und so ist dann eins zum Andern gekommen.”

Hast du bei der Gründung irgendwelche Hürden empfunden? Also dass das z.B. sehr bürokratisch war oder dass du irgendwelche Klippen überwinden musstest, damit du dein Unternehmen bauen kannst?

“Gott sei Dank nicht so stark. Ich habe einen Berater, der mir bei genau solchen Angelegenheiten hilft und der hat das für mich alles abgedeckt. Ich musste selber nicht großartig recherchieren, sondern der hat das alles für mich gemacht. Das ist sozusagen ein ‘Familien-Berater’, den man schon seit 20 Jahren kennt. Dank ihm war die Firmengründung eigentlich ziemlich easy.”

(…)

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Das war natürlich wieder nur ein Auszug aus unserem Interview mit Jhonny zu seinem Startup E-BAUS. Das komplette Interview findet ihr hier.

Jhonny, wir danken dir für deine Zeit und das interessante, sehr kurzweilige Gespräch, es hat uns sehr gefreut.

Alles Gute für dich und dein Unternehmen!

Dein start!up-Team

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