Was ist ein Pitch?

Pitch – Was ist ein Pitch und wofür braucht man ihn?

Das Pitchen ist eine Disziplin für sich, gerade für Startups aber sehr wichtig. Wer hier gut abliefert, kann InvestorInnen oder auch andere UnterstützerInnen für sich und seine Idee gewinnen. Jedoch ist Pitch nicht gleich Pitch. Wir erklären die Unterschiede und worauf es ankommt.

Was ist ein Pitch?

Der Begriff Pitch kommt ursprünglich aus der Branche der Werbeagenturen. Denn in dieser Branche ist es so, dass die Agenturen im Rahmen eines Pitches vor potentiellen Kunden gegeneinander antreten, um sie zu überzeugen und schließlich Aufträge zu erhalten.

Und so konnte sich das Pitchen in der Startup-Szene entwickeln. ExistenzgründerInnen haben auf diese Weise die Chance, vor Investoren binnen kürzester Zeit ihre Geschäftsideen zu präsentieren und diese davon zu überzeugen. Auch auf Gründerwettbewerben spricht man zum Beispiel von einem Pitch, wenn die GründerInnen mit ihren Geschäftsideen und Businessplänen die Jury zu überzeugen versuchen.

Pitch-Arten

Für gewöhnlich unterscheidet man zwischen drei Arten von Pitches:

  • Elevator-Pitch,
  • Startup-Pitch,
  • Speed-Pitching-Sessions.
Elevator-Pitch, Startup-Pitch und Speed-Pitching-Sessions
Es gibt verschieden Pitch-Arten, die sich in zeitlichem
und inhaltlichem Umfang unterscheiden.

Elevator-Pitch

Der Elevator-Pitch – auch “Aufzugpräsentation” genannt – ist die kürzeste Art, eine Geschäftsidee zu präsentieren. Man muss sich nur vorstellen, man hätte eine Aufzugfahrt lang Zeit, einer fremden Person seine Geschäftsidee vorzutragen. Was würde man ihr erzählen? Hier heißt es: Verschaffe der Zuhörerschaft in etwa 30 Sekunden einen informativen und zusammenfassenden Überblick über deine Geschäftsidee.

Ein Elevator-Pitch besteht ausschließlich aus gesprochenem Wort. Auf zusätzliche Materialien wie zum Beispiel Präsentationen wird hier komplett verzichtet. Bei dieser Pitch-Art gilt: Je pointierter, desto besser. Am besten ist es, wenn man das Alleinstellungsmerkmal besonders hervorhebt. Schließlich geht es beim Elevator-Pitch zunächst darum, ein grundsätzliches Interesse des Publikums an deiner Geschäftsidee zu wecken. Genaue Details sind hierbei noch nicht entscheidend.

Eine gute Basis ist der Ansatz “Wir sind das X für Y”. Am Beispiel von YouTube: “Wir sind das Flickr für Videos”. Genauso kann man auch beispielsweise Parallelen zu anderen Angeboten nennen und danach den Unterschied zur eigenen Idee hervorheben. So zum Beispiel: “Wie ein Zeitschriften-Abo – Nur für Windeln”.

Startup-Pitch

Die häufigste Pitch-Form ist der Startup-Pitch. Hier hat der/die Vortragende deutlich mehr als eine halbe Minute Zeit, die mündliche Präsentation wird durch Unterlagen unterstützt. Trotz mehr Zeit und Möglichkeiten sollte man aber auch bei diesem Format auf seinen Fokus achten und die Vorstellung der Geschäftsidee möglichst kurz halten.

Mit dem Pitch Deck unterstützt man seine Präsentation beim Startup-Pitch.

Die Unterlagen, die beim Startup-Pitch verwendet werden, nennt man Pitch Deck.

Speed-Pitching-Sessions

Speed-Pitching-Sessions findet man häufig im Rahmen von Veranstaltungen. Ihr Prinzip ist an das des Speed-Datings angelehnt: GründerInnen erhalten drei bis fünf Minuten Zeit, ihre Geschäftsideen möglichen InvestorInnen zu präsentieren, danach geht es weiter zu den nächsten InvestorInnen.

Auch hier empfehlen wir wie beim Elevator-Pitch auch, sich auf das Alleinstellungsmerkmal zu fokussieren. Zusätzlich dazu gilt es nun auch, den Investmentbedarf zu konkretisieren. Außerdem sollte man auf kritische Fragen vorbereitet sein. Das Gegenüber weiß souveräne Reaktionen sicher zu schätzen.

Ob bei diesem Format ein Pitch Deck eingesetzt werden kann, hängt immer vom Event ab und von der Zeit, die den Vortragenden zusteht.

Leitfragen für Startup-Pitch und Speed-Pitching-Sessions

Der zeitliche Rahmen und erlaubte Unterlagen der unterschiedlichen Pitch-Arten wären nun vorerst geklärt. Aber was genau soll man denn in den “Vorträgen” bei den Startup-Pitches und Speed-Pitching-Sessions eigentlich erzählen? Im Folgenden tragen wir alle Fragen zusammen, die in einer Vorstellung beantwortet sein sollten:

  • Was genau machst du/ihr?
  • Welches Problem oder welche Aufgabe löst du/ihr für deine/eure Zielgruppe? Und wie?
  • Welchen Nutzen hat die Zielgruppe von deiner/eurer Lösung?
  • Was ist das Essenzielle an deinem/eurem Geschäftsmodell?
  • Was ist dein/euer Alleinstellungsmerkmal (= was macht dich/euch einzigartig)?
  • Wer ist in deinem/eurem Team? Warum hast du/habt ihr genau dieses Team gewählt?
  • Warum ist dein/euer Geschäft aus finanzieller Sicht interessant?

Die wichtigsten Fakten sollten in den ersten zwei Minuten der Präsentation erwähnt worden sein. Wenn dann noch Zeit bleibt, kannst du nun ins Detail gehen. Für Pitches gilt immer: In der Kürze liegt die Würze. Sieh also zu, dass der Pitch möglichst straff und prägnant gehalten ist und vermeide Ausschweifungen. Wenn die ZuhörerInnen interessiert sind, werden sie dir im Anschluss schon Fragen stellen. Und diese kannst du dann natürlich souverän beantworten, schließlich bist du der Experte für deine Geschäftsidee.

Unterlagen für den Pitch – Das (perfekte) Pitch Deck

Wenn du etwas Zeit für deinen Pitch hast, empfehlen wir dir eine Unterstützung deines Vortrages durch ein Pitch Deck. Diese Präsentation kannst du beispielsweise mit Power Point erstellen. Im Pitch Deck fasst du alle relevanten Informationen kurz und knackig zusammen und lässt vor allen Dingen auch gezielt Bilder sprechen. Idealer Umfang sind 10 bis 15 Folien.

Es ist auch üblich, das Pitch Deck an mögliche InvestorInnen zu senden, nachdem man sie persönlich kennengelernt oder mit ihnen gemailt hat. Erhält man ein positives Feedback auf das Pitch Deck, kann der Businessplan nachgereicht werden.

>> In unserem Beitrag zum Thema Pitch Deck erfährst du mehr über das perfekte Pitch Deck.

Vorbereitung

Bereite dich so vor, dass du frei sprechen kannst und nicht von den Folien abliest. Hilfreich ist hier zum Beispiel, mit der Präsentation eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen (Stichwort Storytelling). So gibt es einen roten Faden, dem die ZuhörerInnen gut folgen können, und so können sie dich und deine Gedankengänge besser nachvollziehen.

Inhalt

Im Folgenden haben wir eine exemplarische Gliederung für deine Präsentation zusammengetragen. Die Reihenfolge der Folien ist jedoch nur ein Vorschlag und kann je nach Geschäftsidee und Geschichte, die erzählt wird, angepasst werden.

  1. Deckblatt
  2. Team / Gründer
  3. Problem
  4. Lösung
  5. Produkt
  6. Markt & Marketing
  7. Alleinstellungsmerkmal
  8. Wettbewerb
  9. Geschäftsmodell & Prognose
  10. Proof of Concept, Testimonials & Meilensteine
  11. Call to Action / Kapitalbedarf
  12. Bonus-Folie: Bezug zur Veranstaltung
Die Inhalte eines Pitch Decks
Die Inhalte (Folien) des Pitch Decks

Pitch – Beispiel

Aber warum immer nur Theorie? Sieh dir im Video an, wie ein erfolgreicher Pitch aussehen kann.

Wie können wir helfen?

Du benötigst zur Vorbereitung auf deinen Pitch einen Finanzplan für dein Unternehmen? Oder aber benötigst du Hilfe bei der Ausarbeitung deines Geschäftsmodells? Melde dich gern über unseren Kalender zum kostenfreien Erstgespräch an, gemeinsam finden wir heraus, ob und wie wir dir helfen können.

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